Beiträge von Sego

    Zur langfristigen Zuverlässigkeit:

    Ich bin auf ein interessantes Video gestoßen: Ab 3:18 zeigt ein Blogger in China mehrere Taxis – es sind Song Plus DM‑i (vergleichbar mit Seal U) mit Laufleistungen ab 150.000 km. Er schaut sich Innenraum und Stoßfänger oberflächlich an und spricht mit den Besitzern. Die sagen, dass nichts kaputt gegangen ist (einige Autos haben über 200.000 km) und sie nur die regulären Wartungen gemacht haben.


    Das wollte ich einfach teilen. Das Video ist auf Russisch, aber mit Browser-Übersetzungen sollte das kein Problem sein.


    Gestern habe ich auf YouTube eine detaillierte technische Zerlegung gesehen – eine reale Analyse an einem originalen Elektromotor des BYD Seal U DM-i auf dem Prüfstand.

    Dabei wurde sehr anschaulich gezeigt, wie das Antriebssystem konstruiert ist.


    Elektromotor und Generator sind in einem gemeinsamen Gehäuse (Kurbelgehäuse) integriert.

    Es gibt keinerlei Riemen- oder Kettenantriebe – die gesamte Kraftübertragung erfolgt über Zahnräder und ein festes Reduktionsgetriebe.

    Auch die mechanische Kopplung mit dem Verbrennungsmotor ist konstruktiv sauber und logisch gelöst, ohne unnötige Zwischenstufen.


    Ich bin kein studierter Ingenieur, habe aber einen soliden technischen Hintergrund und langjährige praktische Erfahrung.

    So habe ich beispielsweise einen Moskwitsch 2141 vollständig selbst zerlegt und wieder aufgebaut – inklusive Motor (Kurbelwellenbearbeitung) und Fahrwerk.


    Aus dieser Perspektive betrachtet hat mich BYD konstruktiv und technologisch wirklich beeindruckt.

    Das System wirkt durchdacht, kompakt und auf Effizienz optimiert.

    Der von BYD angegebene thermische Wirkungsgrad von bis zu 43 % ist in diesem Zusammenhang absolut plausibel und technisch bemerkenswert.


    Ein Besitzer eines BYD Seal U DM-I aus Russland (nicht mein Gerät) teilte seine Gedanken mit. Es ist ein längerer, aber dennoch interessanter Text.

    😉

    Übersetzt (sehr gut), ChatGPT




    Vielleicht … ihr bringt mich gerade ins Grübeln 😄

    Ich hatte das Gefühl, für mich das ideale Auto zum idealen Preis gefunden zu haben.

    320 PS und das Drehmoment sollten meiner Meinung nach eigentlich eine entsprechende Dynamik liefern.


    Klar, laden kann man heute fast überall. Aber ehrlich gesagt bin ich in dem Thema noch nicht wirklich drin – ich habe mich damit bisher einfach nicht intensiv beschäftigt.

    Ich habe geschrieben, dass ich plane, das Auto überwiegend als HEV zu nutzen – das stimmt. Das bedeutet aber keineswegs, dass ich nicht tanken würde. Ich denke gerade darüber nach, informiere mich, das Thema ist für mich komplett neu.


    Reine Elektroautos habe ich mir auch angeschaut. Hm … ich weiß nicht.

    Ich bin es gewohnt, mit Klima zu fahren, Radio anzuhaben (nicht laut, meist Klassik, WDR3), Sitzheizung, wenn nötig usw.

    Zum Beispiel kann ich mir im Sommer eine Reise nach Italien oder Spanien ohne Klimaanlage kaum vorstellen. Genau darum geht es mir: angegebene Reichweite vs. reale Reichweite.

    Ideale Sparbedingungen (ohne Klima, langsam fahren usw.) oder normales, komfortables Fahren mit etwas Fahrspaß?

    Klar, nur Pendeln zur Arbeit und Laden über PV – dann ja. Aber auch da sind die Preise für diese Autos alles andere als niedrig.


    Was den Diesel angeht: Da stimme ich zu und sehe ihn ebenfalls als Option, z. B. einen Mazda CX-60 Diesel – warum nicht.


    Und vielen Dank für deinen Beitrag und deine Meinung! 😊👍

    mein Reisebericht mit dem DM-i:

    hier lesen:
    Der BYD Seal U dmi COMFORT / 26,6 kWh
    weiter:
    RE: Der BYD Seal U dmi COMFORT / 26,6 kWh

    und weiter:



    Vielen Dank, ich habe Ihren Bericht gelesen, er war nützlich und informativ!



    Er kommt weder an den Komfort noch an die Standfestigkeit eines Moskwich 412 ran. Im großen und ganzen Optisch super auch innen top macht einen hochwertigen Eindruck von unten alles Offen der Service ist schlecht ( zu mindest bei mir ) aber für das Geld kann ich nicht ein Highend Produkt erwarten.


    Oh...)), Es ist überraschend, dass man in Deutschland den Moskwitsch 412 kennt. Aber... ich hatte mal einen 2141, eine Kopie des Audis aus jener Zeit, gut, aber... er brauchte viel Zuwendung. +)

    Hallo zusammen!


    Kurz etwas zu mir und meiner „Auto-Historie“.

    Ich bin 60 Jahre alt. In meinem Leben bin ich schon einiges gefahren: Schiguli, Moskwitsch (ich komme ursprünglich aus Russland und lebe seit 20 Jahren in Deutschland), später Corolla, Avensis, Audi A6. Beim Audi hat sich leider der Motor verabschiedet, danach habe ich mir einen eher „rentnertauglichen“ Ford Mondeo gekauft. Mit dem bin ich 170.000 km gefahren, er war extrem zuverlässig (außer dem Generator nichts Größeres) und ich war wirklich sehr zufrieden.

    Aber: Er ist inzwischen alt, verbraucht viel (nach heutigen Maßstäben sogar zu viel) – kurz gesagt, es ist Zeit für ein neues Auto.


    Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Elektro und Hybrid beschäftigt. Reines Elektroauto kommt für mich nicht infrage, da ich keine Möglichkeit habe, zu Hause zu laden. Also Hybrid.

    Im Laufe meiner Recherche (PHEV, HEV, Mild-Hybrid, e-Power, e-Hybrid) haben mir vor allem die Systeme von Honda und Nissan gefallen (Franzosen habe ich bewusst nicht betrachtet). Am Ende tendierte ich eher zu Honda.

    Warum? Weil bei Honda der Verbrenner nicht nur als Generator arbeitet (anders als bei Nissan), sondern sich bei Bedarf auch direkt mit den Rädern verbindet – was für die Leistung wichtig ist. Auf der Autobahn muss man beim Überholen oder in bestimmten Situationen eben auch mal „Gas geben“. Außerdem liest man recht viele Berichte über Zuverlässigkeitsprobleme bei Nissan (Qashqai, X-Trail).


    Von Honda habe ich mir den Civic angeschaut – tolles Auto, aber eine Limousine. Ich werde älter 😉 und wünsche mir inzwischen eine bequemere Sitzposition, deshalb eher der ZR-V.

    Toyota kenne ich aus eigener Erfahrung (Corolla, Avensis) und das war alles solide, aber irgendwie hat mir immer etwas gefehlt. Schwer zu erklären – sie fahren, sie funktionieren, aber mir fehlte eine gewisse „Charakterstärke“. Ich habe mir Corolla Cross, C-HR und RAV4 angesehen. Den neuen RAV4 bin ich Probe gefahren: ehrlich gesagt nicht besonders beeindruckt – laut und irgendwie „hölzern“ (meine persönliche Meinung).


    Den neuen Ford Kuga bin ich auch gefahren: grundsätzlich gut, aber etwas langweilig. Dazu kaum noch physische Tasten in den neuen Modellen, und der Motor wirkte für das Gewicht etwas schwach.

    Koreaner (Tucson, Sportage) hatte ich ebenfalls auf dem Zettel und war kurz davor, mich zu entscheiden … aber dann kam mir immer wieder eine Frage in den Kopf 😊


    Warum schaffen es die Hersteller nicht, PHEV, HEV und e-Power in einem System zu vereinen? Technisch dürfte das doch eigentlich kein großes Problem sein (meine Meinung).

    Ich habe weiter gesucht und bin schließlich auf den BYD Seal U DM-i gestoßen. Bis vor etwa drei Monaten wusste ich so gut wie nichts über BYD und über chinesische Autos generell. Wobei: Ein bisschen Erfahrung habe ich – mein Bruder hat in Russland einen großen „Chinesen“ gekauft, und ich bin im Urlaub ein wenig damit gefahren (Modell weiß ich leider nicht mehr). Weder besonders positiv noch negativ – einfach neutral.


    Dann begann ich, mich intensiver mit dem Seal zu beschäftigen: YouTube, ChatGPT (hat mir übrigens sehr geholfen, das System zu verstehen), und schließlich euer Forum. Ich habe fast alles hier gelesen.

    Grundsätzlich gefällt mir das Auto sehr gut, aber natürlich bleiben gewisse Zweifel. Deshalb würde mich die Meinung echter Besitzer interessieren.

    Mein Fahrprofil: täglich zur Arbeit (30–80 km), dazu zwei- bis dreimal im Jahr Urlaub (500–1500 km).


    Ich plane, den Seal U DM-i Design zu kaufen. Warum nicht Comfort? Die größere Batterie brauche ich nicht, Laden zu Hause ist nicht möglich, nur gelegentlich öffentlich. Ich plane, das Auto überwiegend im HEV-Modus zu fahren.


    Daraus ergeben sich meine Fragen:

    1. Ich habe sehr viele (wahrscheinlich alle 😉) YouTube-Videos gesehen, aber die Angaben zum Verbrauch bei leerer Batterie unterscheiden sich stark.

    Stadt: 3–6 l

    Autobahn bei 130 km/h: 7–10 l

    Autobahn über 130 km/h: 7–12 l

    Wie sind eure realen Erfahrungen? Ist das aus eurer Sicht wirtschaftlich sinnvoll?

    2. Politik (ich mag sie nicht und beteilige mich nicht daran, aber …):

    China ist weder Freund noch Feind, sondern ein extrem starker wirtschaftlicher Konkurrent. Es gibt gewisse Sorgen, dass man chinesischen Herstellern in Europa irgendwann „den Sauerstoff abdreht“ – Zölle, Einschränkungen, etc.

    Wie seht ihr das Thema Ersatzteile, Service, Garantie? Entschuldigt die Frage, aber wir leben in unsicheren Zeiten.

    3. Langstrecke: Die Sitze haben keine einstellbare Lendenwirbelstütze.

    Wie komfortabel ist das wirklich? Wird der Rücken auf langen Strecken müde? Für mich ist das ein sehr wichtiger Punkt.

    4. Dynamik auf der Autobahn über 130 km/h:

    Man muss manchmal beim Überholen oder Einfädeln ordentlich beschleunigen.

    Fahrt ihr dann mit Auto-SOC (z. B. 25 %) oder eher SAVE bei 50–70 %?

    Ich verstehe die Physik dahinter gut und weiß, dass man vieles selbst ausprobieren muss – aber wie sind eure Erfahrungen?

    5. Gibt es elektronische Ausfälle?

    Ich meine nicht speziell beim Seal, aber man liest ja manchmal von anderen Modellen: Display schwarz, alles tot – Auto fährt aber weiter.

    Ist euch so etwas begegnet?

    6. Klimaanlage:

    Ich habe den kompletten Thread gelesen, bin mir aber nicht sicher, ob das per Software wirklich behoben wurde. Funktioniert die Klima inzwischen so, wie sie soll?

    Bei meinem aktuellen Mondeo lebt die Klimaanlage ihr eigenes Leben: sehr laut, unvorhersehbar, Automatikmodus habe ich längst aufgegeben. Alles manuell.

    In einem neuen Auto wünsche ich mir einfach stabile, verlässliche Funktion.

    7. Service und Wartung:

    Gibt es bekannte größere Probleme, Ausfälle, bürokratische Hürden?

    Wie laufen Garantiearbeiten bei den Händlern ab?


    Und zum Schluss eine leicht provokante Frage:

    Angenommen, ihr habt das Auto nun eine gewisse Zeit, kennt die positiven und negativen Seiten – würdet ihr den Seal U DM-i noch einmal kaufen?


    Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben. Ich weiß, dass viele Antworten verstreut in verschiedenen Threads zu finden sind, aber ich hoffe trotzdem auf ehrliche und objektive Rückmeldungen.

    Danke euch!