Das Problem bei den Vebrennern liegt m.M.n bei der geplanten Obsoleszenz und den Abgaswerten. Früher in den 90er wars eher Materialversagen, aber durchaus noch robust gebaut. Mittlerweile, seit den 00er Jahren, wird bewusst so konstruiert das etliche Teile gerade die Garantie überleben, aber dann getauscht werden müssen. Man sieht recht das deutlich bei Glühstiften, Injektoren, 2Massenschwung und Hochdruckpumpen usw., wie alles dünner leichter und filigraner Konstruiert wird. Die Kubik und Zylinder werden immer weniger, der Ladedruck immer höher, Zahnriemen/Ölpumpenriemen liegen in Öl usw. Leider leuchten hier die Premiumhersteller besonders raus, aber von denen gibts ja auch eine höhere Stückzahl. Gerade was die Abgasgrenzwerte anbelangt, haben viele Hersteller die Motoren so optimiert, das die Lebensdauer darunter leidet. Es wird auch mit viel zu niedrigem Öldruck gefahren, das Öl zu dünn nur um die innere Reibung und somit den Co2 Austoss und den Flotten Co2 und die Strafen geringer ausfallen zu lassen. Die Diesel verkokken zusehends, die Direkteinspritzbenziner verkokken nun auch schon, DPF und OPF lassen grüßen, da die Motoren bald mehr Abgase verarbeiten müssen als Frischgase. Mittlerweile kostet die Abgasbehandlung bald so viel wie der halbe Motor. Und natürlich wird bei den Garantien schön abgewiegelt, den alles ist ja Verschleiß, jeder Partikelfilter, Turbolader, 2Massenschwung, alles Verschleiß und nicht von der Garantie gedeckt. Ein Teufelskreis zulasten der Kunden.
So sieht es aus! Es wurde eben auf alles optimiert (Kosten, Verbrauch [was ja auch wichtig und richtig ist], Gewicht usw) , nur eben die Langlebigkeit komplett über Bord geworfen. Und ich fahre meine Autos gern auch relativ lange, weil der Auswahlprozess bei uns immer recht schwierig ist 😅!
Über Hyundai hatte ich bis zum Getriebeschaden auch stets nur Gutes gehört. Das war dann schließlich auch ein Punkt für die Kaufentscheidung. Der Schaden lag ja dann auch zum Glück innerhalb der Garantie, aber für mich hat das Getriebe dann nach der Reparatur nicht mehr so *geschnurrt* wie davor. Ich bin quasi dann fast zwei Jahre ständig mit der Angst im Nacken gefahren, dass es beim nächsten Schaltvorgang wieder soweit sein könnte. Die Garantie war abgelaufen und die Verlängerung wurde durch die Werkstatt/Kundendienst verschlampt, so dass ich sie nicht mehr in Anspruch nehmen konnte. Bis auf das Getriebe (und ganz am Ende den undichten Turbo) war der Tucson auch wirklich sehr zuverlässig. Keine Teile bis auf den normalen Verschleiß mussten getauscht werden. Nicht mal ne Glühlampe.
Beim E-Auto sind eben viel weniger mechanische Teile in Benutzung. Natürlich wird die Langlebigkeit auch davon abhängen, aber die jetzt noch vorhanden Teile sind eben auch relativ einfach zu tauschen. Viel mehr Probleme diesbezüglich erwarte ich von Softwareupdates und vielleicht dem ein oder anderen elektronischen Bauteil. Bei Updates schleichen sich halt auch fix mal ein paar Bugs ein, bei elektronischen Bauteilen kann man sicher auch sehr langlebig bauen, aber es bleibt am Ende natürlich auch immer eine Kostenfrage. Zudem sind die *fahrenden Smartphones* für mich eben auch ne fast komplette Neuentwicklung gegenüber dem Verbrenner. Es gehört eben doch einiges mehr dazu, als nur vorwärts zu kommen und nebenbei ein Liedchen ins Karaokemikro zu trällern. Erleben wir ja gerade beim Seal und Seal U.
Dennoch bin ich vorsichtig optimistisch, dass uns die E-Autos eher positiv bezüglich Langlebigkeit überraschen werden. #alwaysbecharging 🔋⚡️🎅