Alles anzeigenDer Kauf eines Elektroautos in Deutschland mit dem Ziel des Exports nach Österreich ist nicht möglich, da die deutschen staatlichen Förderungen (wie die BEW-Förderung oder Hersteller-Rabatte, die auf dieser basieren) strikt an die Erstzulassung in Deutschland und eine Mindesthaltedauer geknüpft sind.
Ein Fahrzeug, das direkt nach Österreich exportiert wird, verliert den Anspruch auf diese Prämien, da die Förderung nur für Fahrzeuge gilt, die im deutschen Zulassungsregister eingetragen bleiben.
Zudem gibt es beim Eigenimport in Österreich folgende finanzielle und bürokratische Aspekte zu beachten:
- Keine deutschen Förderungen: Weder die staatliche BEW-Förderung noch herstellerseitige Rabatte, die von der deutschen Förderung abhängen, können für nach Österreich exportierte Fahrzeuge beansprucht werden.
- Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer): Bei Neuwagen (weniger als 6 Monate alt oder weniger als 6.000 km) wird das Auto in Deutschland netto gekauft (19% MwSt.
nicht im Preis enthalten). In Österreich muss dann die österreichische Umsatzsteuer (20%) entrichtet werden. Bei Gebrauchtwagen ist die deutsche MwSt. bereits im Preis enthalten.
- NoVA (Normverbrauchsabgabe): Für reine Elektrofahrzeuge (BEV) fällt in Österreich aktuell 0% NoVA an. Bei Hybriden können jedoch noch Abgaben anfallen.
- Eintragung in die Genehmigungsdatenbank: Das Fahrzeug muss vor der Zulassung in Österreich in die nationale Genehmigungsdatenbank eingepflegt werden. Dies kostet in der Regel ca. 180–190 Euro und erfordert das Certificate of Conformity (COC).
- Versicherung und Kennzeichen: Für die Überführung aus Deutschland werden Überführungskennzeichen und eine Kurzzeitversicherung benötigt.
Fazit: Es lohnt sich nicht, ein Elektroauto in Deutschland zu kaufen, um es direkt nach Österreich zu exportieren, da die hohen Rabatte und Förderungen in diesem Fall nicht gewährt werden. Die Einsparungen bei den Listenpreisen in Deutschland werden durch den Verlust der Förderungen und die zusätzlichen Importkosten (Eintragung, Überführung) meist zunichtegemacht. Ein Vergleich mit lokalen österreichischen Angeboten ohne Förderungen oder der Kauf eines bereits in Österreich zugelassenen Fahrzeugs ist oft günstiger.
Ich denke es ging bei der frage um den byd herstellerrabatt und nicht um die staatliche Prämie, da diese ja auch an das zu versteuernde Einkommen laut Steuerbescheid berechnet