Beiträge von JohannK57

    EV-Max ist das wo es hell blau leuchtet oder?

    Ich dachte eigentlich der einzige Unterschied bei EV MAX und EV ist, dass MAX noch etwas weiter runtergeht als 25%. Aber du sagst ja das generell beim EV es auch zum Verbrenner einsatz kommen kann.

    Ja, EV-MAX ist der "blaue" EV-Modus. Dabei bleibt die Systemleistung auf die Leistung des Elektromotors limitiert.
    EV-Modus ist der "grüne" EV-Modus, der grundsätzlich auch primär elektrisch fährt, aber wenn Deine angeforderte Systemleistung die Leistung des Elektromotors übersteigt, wird der Benziner dazugeschaltet um die maximale Gesamt-Systemleistung zu erzeugen.

    Eine Sache:

    Dieser eingestellte SOC, Also der Punkt, an dem der Verbrenner dazuschaltet, ist der im EV Modus relevant?? Oder wirkt der nur im HEV Modus?

    Der eingestellte SOC ist nur im HEV-Modus interessant. Die vier Modi in Kurzform:
    EV-MAX: Solange mehr als 20% Akkustand sind, fährt er elektrisch. Auch wenn man "Vollgas" gibt, bleibt der Benzinmotor aus. Bei weniger als 20% Akkustand schaltet er auf EV-Modus
    EV: Wenn mindestens 20% Akkustand sind, fährt er im EV-Modus, jedoch wenn viel Leistung abgerufen wird, schaltet der Benziner dazu um die Gesamt-Systemleistung zu erzeugen.
    HEV mit SAVE: Hier, versucht das System mit erhöhter Priorität den vorgegebenen Akkustand (SOC) mittels Rekuperation und Generator-Leistung zu erreichen. Bei sehr langsamer Fahrt wird der Benzinmotor abgeschaltet und elektrisch gefahren.
    HEV mit AUTO: Versucht das System auch in die Richtung des gewünschten Akkustandes (SOC) zu kommen, jedoch mit geringer Priorität. Hier schaltet sich der Benziner schon wesentlich seltener ein.

    Ich hoffe, dass dies gut verständlich ist.
    Liebe Grüße aus Wien

    Zitat

    Ist es also schlimm oder nicht gut für den Benziner, wenn ich erst nach 4.000 km wieder tanken muss, der Verbrenner also kaum genutzt wird?

    Das kannst Du natürlich halten wie Du willst. Die Betriebsanleitung ist da aber sehr klar:
    Für den Antriebsstrang ist ein Einfahren erforderlich. Es wird empfohlen, diese für die ersten 2.000 km im ECO-Modus durchzuführen, ruhig zu fahren und hohe Geschwindigkeiten zu vermeiden. .......

    Vermeiden Sie eine Notbremsung innerhalb der ersten 300 km. ● Fahren Sie nicht zu lange mit einer einzigen Geschwindigkeit. ● Der Einsatz von HEV im Einfahrzeitraum darf nicht weniger als 50 % betragen.
    Nachdem das Fahrzeug sehr exakt mitschreibt (und wahrscheinlich auch an das BYD-Mutterschiff sendet) wie viel mit welchem Modus gefahren wurde, habe ich es so gehalten, dass ich Anfangs absichtlich herausgefordert habe, dass der Benzinmotor ernsthaft über längere Zeit mitarbeitet. Also kurze Strecken und Stop-and-Go im EV-MAX-Modus und längere Strecken im HEV mit hoher Akku-Sollvorgabe mit SAVE. Denn es war mir wichtig, dass der BenzinMotor auch ernsthafte Betriebstemperatur erreicht. Nach den ersten zwei, drei Fahrten hat man auch den Geruch des neuen Motors wahrgenommen. Danach gab es keine besonderen Motor-Gerüche mehr.
    Warum habe ich das so extrem getan: Ich möchte nicht mit 15.000km ein Benzinmotor-Problem haben und BYD könnte mir dann nachweisen, dass ich mich nicht an die Betriebsanleitung gehalten hätte. Daher empfehle ich Jedem, dass man sich an die Vorgabe der Betriebsanleitung hält.

    Zwischenzeitlich waren wir schon auf Urlaub in Italien und sind dabei locker über 1000 km mit einer Ladung plus einer Tankfüllung gefahren. Dabei war auch einmal die Autobahn für eine Stunde gesperrt und da kann man es genießen, dass kein Benzinmotor laufen muss, damit die Klimaanlage gut funktioniert.


    Ich würde Dir daher empfehlen während der ersten 2000 km relativ wenig zu laden und jede längere Strecke im HEV-Modus mit hoher Akku-Sollvorgabe und SAVE zu fahren. Danach empfehle ich Dir dafür zu sorgen, dass der Benzinmotor wenigstens einmal pro Woche für mindestens 10 Minuten am Stück laufen sollte. Denn mit höherer Motor-Temperatur kann der Partikelfilter und der Turbo besser leben...

    Ich fahre meine Autos / Motoren immer ein ! Und das möchte ich auch beim Hybrid machen.


    Warum kaufst du überhaupt einen Hybrid wenn du ihn nur 2x pro Jahr (wenn überhaupt nutzt) ? Ein reiner EV wäre wohl für Dich besser gewesen. Du schleppst doppelte Antriebe mit Dir rum, müsst öfter zum Service etc etc.


    Aber egal, lassen wir das. Wie gesagt, möchte ich meinen Motor optimal einfahren.

    Ich glaube, dass es vielen so geht (wie auch mir): Wir befinden uns gesellschaftlich in einer Übergangsphase zwischen Mobilität auf Verbrenner-Basis in Richtung E-Mobilität. Allerdings ist die E-Mobilitäts-Infrastruktur noch weit hinter den Erfordernissen. Auch die Politik (ich kann hier nur für Österreich sprechen), welche die Energiewende in Richtung Sonne und Wind nur sehr zögerlich fördert, sorgt nicht für raschen Ausbau der E-Infrastruktur. Dies motiviert Konsumenten NICHT sofort auf reine E-Autos umzusteigen, sondern auf "E-Mobilität mit Verbrenner-Sicherheitsnetz" zu setzen.

    Auch ich bin ein solcher Konsument: Ich versuche in den ersten 5000km zirka 1000km mit dem Benzinmotor in größeren Zeitblöcken (wg. Betriebstemperatur) zu fahren und danach werde ich fast ausschließlich im EV-MAX-Modus fahren. Und manchmal kommt für lange Strecken wieder der Benzinmotor zum Einsatz.
    Da ich meine Fahrdaten regelmäßig auslese und in Excel analysiere, stelle ich allerdings fest, dass ich im Schnitt noch viel zu wenig Benzin gefahren bin.... Aber im Juni fahren wir nach Italien, da wird der Schnitt gehoben....

    Mir ist die Situation in Deutschland unbekannt, jedoch kann ich für Wien sagen, dass es mit der Ladeinfrastruktur sehr durchwachsen ist: Es gibt freie Ladestellen, jedoch sind das meist Anbieter, welche 69Cent pro KWH nehmen. Günstige Lademöglichkeiten, wie die Lidl-Ladesäulen um 19Cent sind kaum zu bekommen und bei mittelpreisigen Ladesäulen muss man wieder auf die Blockiergebühren achten... Aber ich möchte diesen Thread nicht zu einer Preisdiskussion wandeln...

    Fazit: Aus meiner Sicht wird sich jeder, der einen Elektro-Hybrid (BYD-Seal-U DMi) gekauft hat, gut überlegt haben, welche Kriterien für ihn wichtig sind. Das würde ich bei Niemanden in Frage stellen.

    Ich persönlich fahre mit Strom um vieles billiger, als mit Benzin; lasse mir allerdings das ordentliche Einfahren des BenzinMotors durchaus einige Liter kosten. Danach wird der Benzinmotor sicher sehr eingeschränkte Verwendung finden. Wahrscheinlich wird mein nächstes Auto in fünf Jahren ein rein elektrisches Auto - außer ein gewisser D.T. aus Amerika hat bis dahin Alle erpresst, dass jeder Europäer verpflichtet ist, pro Jahr 2000 Liter amerikanisches Öl zu verbrennen. ("drill baby drill"...)

    Die Bedienungsanleitung erklärt es etwas unscharf: "dass es auch eingeschränkte Leistung" gibt beim EV-Max. Aber Neusealer hat es schon richtig erklärt:

    Im normalen EV-Modus fährt man elektrisch, solange keine Spitzenleistung abgerufen wird. Wenn man voll aufs Poti steigt, nimmt er den Benzinmotor dazu, um volle Leistung zu bringen.

    Ich schalte gerne auf EV-MAX, weil der Benzinmotor dann sicher aus ist.

    Für mich hat der Elektromotor genug Leistung.


    Wenn ich (wegen geringem Akkustand, oder langer Strecke) mit Benzinunterstützung fahre, lege ich es immer so an, dass ich den Benzinmotor immer mindestens 10 Minuten am Stück laufen habe, damit dieser in eine ordentliche Betriebstemperatur kommt. Dies reduziert Ruß und ist für den Motor gesünder und kann man mit HEV plus "Save" plus hohem Soll-Akkustand einfach erreichen.

    Verständnis-Frage: Bei mir gibt es nur "Auto" oder "Save". Was meinst Du mit "SOC-Manual-Modus"? Ich vermute mal den "Save"-Modus.
    Soweit ich aus Deiner Schilderung lese, hast Du den BYD-Assistance-Service angerufen, was mich neugierig macht, wie da Deine Erfahrungen sind:
    Wie rasch haben die sich gemeldet? Sprache Englisch oder Deutsch? Haben die eine eigene Firma für Support geschickt, oder haben die nur an den ADAC verwiesen?

    Obwohl ich aus der Fahrdaten-Datenbank des Fahrzeuges sehen kann, dass das Auto schon im Herbst/Winter 2025 gefertigt wurde, habe ich seit Ende März 2026 ein 2026er Modell BYD Seal U DM-i Comfort. Auch meine Fahrzeug-VIN (Vehicle Information Number) sagt aus, dass es ein 2026er ist.
    Hinten das Logo ist in der Mitte und lautet "BYD". Und ich habe im Kofferraum auf der rechten Seite (von hinten betrachtet) einen großen Lautsprecher verbaut.
    Obwohl einige andere Forumsteilnehmer darauf hingewiesen haben, dass das 2026er-Modell in der Mittelkonsole keinen NFC mehr hat, habe ich auf der Mittelkonsolen-Armlehne die Prägung NFC here.
    Aber vielleicht haben sie Ende 2025 noch die NFC-Armlehnen verbaut.
    Meine ursprüngliche Software-Version weiß ich nicht mehr, jedoch habe ich schon ein Software-Versions-Update im April erfolgreich durchgeführt.
    Zum SW-Versions-Updates gibt es eigene Forums-Einträge...

    NFC am Handy eingeschaltet?

    Ja, eingeschaltet. Aber die Samsung Galaxy A-Klasse unterstützt offensichtlich nicht alle NFC-Protokolle, wie die Galaxy-S-Klasse.
    Woran es genau liegt konnte ich nicht rausfinden. Jedoch steht das Samsung Galaxy A-32 auch NICHT auf der Kompatibilitätsliste, welche man in der BYD-App finden kann.
    Aber wegen dem digitalen Schlüssel kaufe ich mir kein neues Mobiltelefon....

    Nachdem hier einige Personen Erfahrung mit dem digitalen Schlüssel am Handy haben.
    Bei meinem Mobiltelefon (Samsung Galaxy A32) verweigert die BYD-App, den digitalen Schlüssel einzurichten, weil "mit diesem Mobiltelefon nicht möglich".
    Habt jemand von Euch eine Liste gesehen, welche Telefone funktionieren und welche Telefone NICHT funktionieren?
    Vielen Dank im Voraus!
    Ich ziehe die Frage zurück! Man findet die Kompatibilitätsliste in der BYD-App unter "Digitaler Schlüssel" und Information.
    Sorry!

    Wie sind eure Verbrauchswerte? Ich habe mit den Comfort bestellt. Den Bosst hatte ich zu Probe und bin bis 7L gekommen.

    Habe auch einen BYD Seal U DM-i Comfort. Bevor ich hier eine lange Auflistung beginne: Das Fahrzeug schreibt alle Daten in einer Datenbank mit, welche man selbst auswerten kann.
    Wenn es Dich interessiert wie man die Daten rausbekommt, schau mal hier: https://byd-dm-stats.com/
    Aus beiliegender Liste kannst Du selbst entnehmen, wie es bei mir in der Praxis läuft.
    Zur Erklärung: Ich habe mein Fahrzeug am 27.3.2026 mit KM-Stand 20 übernommen. Alle Einträge davor betreffen Fertigung, Test, Transport, Überstellung.
    Mein persönlicher Eindruck: Man hat es selbst in der Hand, ob man mehr oder weniger verbraucht und kann auch gut steuern, ob man eher Strom oder Benzin verbrauchen möchte. Mir ist es speziell während der Einfahrzeit sehr wichtig, dass ich den Benzinmotor immer so nutze, dass er nicht nur einige Sekunden läuft, sondern - wenn er läuft - dass er gleich längere Zeit läuft und eine ordentliche Betriebstemperatur erreicht. Denn Kaltlauf ist für Benzinmotoren nie wirklich gut.