Hallo zusammen,
ich möchte hier mal meinen aktuellen, ziemlich frustrierenden Fall mit meinem BYD Seal U teilen. Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir einen Tipp für das weitere Vorgehen geben.
Das Fahrzeug & Der Ausfall
- Modell: BYD Seal U (Gewerbliches Business-Leasing)
- Erstzulassung: 17.01.2025
- Kilometerstand bei Ausfall: 26.662 km
- Was ist passiert? Mitte Mai ging plötzlich nichts mehr. Im Display erschienen die roten Warnmeldungen "EV-Funktion eingeschränkt" und "Fahrzeugleistung begrenzt. Fahren Sie zum Servicezentrum". Der Wagen wurde daraufhin vom ADAC abgeschleppt.
Die Diagnose: Der Super-GAU
In der Werkstatt (BOB Automobile) wurde der Fehler ausgelesen: Die komplette HV-Batterie (Blade Battery) ist defekt und muss getauscht werden. Der Vorgang läuft direkt über BYD unter der Case Number: xxxxxxx.
Am 15.06.2026 bekam ich dann die Hiobsbotschaft zur Dauer: Die Ersatzbatterie hat eine Lieferzeit von 6 bis 8 Wochen, da sie direkt angefordert werden muss. Zusammen mit mindestens einer Woche Einbauzeit wird das Fahrzeug also insgesamt über drei Monate am Stück ausfallen.
Die Farce mit der "Ersatzmobilität"
Da es sich um ein Firmenleasing handelt, bin ich auf die uneingeschränkte Nutzbarkeit angewiesen. Was mir BYD bzw. das Autohaus hier als Mobilitätsgarantie anbietet, ist allerdings für ein Gewerbe-Leasing ein absoluter Witz:
- Phase 1 (BYD Dolphin Surf): Zuerst stellte man mir einen Dolphin hin. Abgesehen vom massiven Klassen-Downgrade kamen die eigentlichen Probleme im Kleingedruckten: Absolutes Auslandsverbot und eine Deckelung auf gerade einmal 100 Freikilometer am Tag.
- Phase 2 (Wechsel auf BYD Seal U DM-i): Nach langem Hin und Her wurde mir am 15.06. zwar ein Seal U DM-i gegeben, aber die restriktiven Konditionen wurden 1:1 übernommen: Weiterhin absolutes Auslandsverbot und nur 100 km/Tag.
Das große Problem
Vom 15.07. bis 03.08.2026 habe ich eine fest geplante Reise ins europäische Ausland über eine Gesamtstrecke von ca. 4.000 km mit 4 Personen. Das Autohaus stellt sich stur und sagt, sie können das Auslandsverbot und die Kilometerbegrenzung über ihren eigenen Werkstatt-Fuhrpark versicherungstechnisch nicht aufheben.
Für mich ist das rechtlich nicht akzeptabel: Ich zahle die volle Leasingrate für ein Langstrecken-SUV und werde herstellerbedingt seit Monaten mit einem Auto "eingesperrt", das ich nicht so nutzen darf, wie es mein primärer Leasingvertrag vorsieht.
Aktueller Stand & Eskalation
Ich habe den Fall nun direkt bei BYD Deutschland eskaliert und schriftlich ein uneingeschränktes Ersatzfahrzeug (z. B. über Sixt/Enterprise) ab dem 15.07. gefordert, da die Reise mit 4 Personen in der Golf-Klasse unzumutbar ist. Gleichzeitig habe ich eine Frist gesetzt und für den Fall des Verstreichens den Gang zur Rechtsabteilung (Leasingratenminderung / Schadensersatz) angekündigt.
Meine Fragen an die Runde:
- Hatte jemand von euch schon mal einen kompletten HV-Batterietausch beim Seal / Seal U und wie lange hat der Transport bei euch real gedauert?
- Musste schon mal jemand von euch die Mobilitätsgarantie für eine Auslandsfahrt eskalieren? Wie hat BYD reagiert (Gibt es da Freigaben für externe Vermieter wie Sixt)?
Freue mich auf euren Input!
Viele Grüße