Die Idee das Auto als PV-Puffer einzusetzen ist ja grundsätzlich ein interessanter technischer Ansatz und ja auch umsetzbar.
Dabei stellt sich mir aber die Frage der Praktikabitlität.
Als normal Berufstätiger, der am Tag das Auto benötigt, möchte ich in der Früh ein möglichst voll geladenes Auto.
1. Problem: der Akkustand wird über Nacht wegen der Einspeisung weniger - also kein volles Auto, oder je nach Verbrauch sogar nur 1/2 voll.
2, Problem: Während der Überschussproduktion unter Tag bin ich unterwegs - kann also damit nicht nachladen und komme mit wenig im Akku nach Hause.
Und dann beißt sich die Katze in Schwanz.
Komme mit wenig Ladung nach Hause, kann nicht einspeisen und brauche morgens einen vollen Akku - Ergebnis Laden vom Netz.
Der Überschuss der PV vom Tag ist auch weg.
Für Fahrzeuge, die zu Hause stehen ganz brauchbar, aber dann muss ich zu Hause auch noch eine Ladeplanung machen und spontane Mobilität (dafür hat man ja auch ein privates Fortbewegungsmittel) ist nicht mehr gegeben.
Möglichweise bin ich aber in meine Tagesplanung nicht mehr so flexibel wie jüngere Generationen. 
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Unheimlich interessantes Thema! Und wie immer kommt es darauf an....🙄
Ich muss vorausschicken, dass ich mich mit diesem Thema bisher fast gar nicht beschäftigt habe. Ich plane (und plane um) seit März die Wärmepumpe und die große PVA auf dem Haus. Und ich hätte niemals damit gerechnet, a) das alles relativ problemlos finanziert zu bekommen und b) meine Frau nach einigem Hin und Her überzeugen konnte, beides zeitgleich über die Bühne zu bringen. Schlussendlich waren das Rumgeeiere der neuen BuReg bezüglich erneuerbarere Energien (WP) und die Ungewissheit bzgl der Mehrwertsteuerbefreiung bei privaten PVA der Grund, es noch in diesem Jahr anzugehen. Wenn ich mir so überlege, wieviele Euronen wir seit dem Kauf des Atto 3 im Juli letzten Jahres so unter die Leute gebracht haben und noch werden…..puh! Und dabei fühlt es sich nich nicht einmal wirklich knapp an….😅 Aber zurück zum Threadthema. Aus den oben genannten Gründen also wenig Beschäftigung bisher mit bidirektionalem Laden. Also alles nur gefährliches Halbwissen (im günstigsten Fall!☝️😬). Wenn ich mir so meine ersten Fragen bezüglich Balkonkraftwerk anschaue….es muss nicht wirklich alles stimmen, was ich jetzt von mir gebe. 😂
Also Eon und BMW gehen in D voran. Rahmenbedingungen füge ich hier gleich noch ein bzw stehen im verlinkten Artikel von Skullz101 .
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250 Stunden kann das Auto maximal dafür bereitstehen. Das sind am Tag etwa 8,3 Stunden, in denen das Auto maximal 0,8 kW pro Stunde abgeben darf/kann. Das wären beim Seal U etwa 10% der Gesamtkapazität. Weshalb nur so eine geringe Leistung abgerufen wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Da das Auto ja an einer Wallbox steht, hatte ich da höhere Leistungen angenommen. Wenn es sich im genannten relativ kleinen Rahmen bewegen sollte, könnte ICH damit definitiv gut leben. Ich arbeite in regelmäßigen Schichten. Früh, Spät, ab und an Nachtschicht. Dazu noch einen Fahrgemeinschaft mit einem Arbeitskollegen. Das bedeutet, das Auto steht nahezu täglich immer mindestens ein paar Stunden, wenn auch die eigenen PVA arbeitet. Aber es gibt zB auch in der letzten Zeit sehr häufig Wochenenden mit negativen Strompreisen (ausreichend Sonne und/oder Wind, geringer landesweiter Verbrauch). Nur sind hier in der Gegend definitiv noch keine flexiblen Stromtarife am Start. Irgendwie sperrt sich da (glaube ich) der regionale Versorger. Also selbst, wenn ich über etwa 8 Stunden am Tag das Auto zur Verfügung stelle, kann ich den Strom ja wieder innerhalb kurzer Zeit bei günstigen Preisen bzw Sonnenschein über die 11kW der Wallbox wieder nachladen. Zudem wird es doch mit Sicherheit selbst einstellbare Parameter geben, bis zu welchem Akkustand der Betreiber Strom aus dem Akku nehmen darf.
Also….wenn meine PVA läuft und ich den Ertrag so halbwegs abschätzen kann, würde ich das nach Möglichkeit auf jeden Fall probieren. Über 700 Euro im Jahr ….damit hätte ich fast meine KfZ-Versicherung für umme! 🔋✌️😬