Alles anzeigenIch bin seit vielen Jahren im Außendienst unterwegs – bislang immer mit einem Passat TDI. In zwei Wochen werde ich mein erstes Elektrofahrzeug übernehmen, und habe mich daher intensiv mit dem Thema Ladekosten beschäftigt.
Was mir dabei auffällt:
In unserer Firma beschäftigt sich kaum jemand mit den öffentlichen Ladetarifen, weil die meisten Kolleginnen und Kollegen zu Hause laden können. Bei mir ist das aktuell nicht möglich, und ich werde künftig fast ausschließlich öffentlich laden müssen.
Gerade deshalb sollte sich auch das Unternehmen strategisch mit diesem Thema auseinandersetzen, denn auch andere Kolleg:innen könnten bald in dieselbe Situation kommen – sei es durch Dienstfahrzeuge oder private Umstellungen auf E-Mobilität.
Aus meiner Sicht haben viele Anbieter das Ziel eines dichten und wirtschaftlichen Ladenetzes noch nicht wirklich verstanden – insbesondere große Player wie ÖMV oder Shell. Wenn man bei diesen hauptsächlich „zwischengeladen“ wird und der Großteil des Ladens ohnehin zu Hause oder an der Firmenwallbox passiert, müssten sie eigentlich attraktive Tarife für Vielfahrer und Flotten bieten – tun es aber derzeit nicht.
Es gibt mMn auch noch viel zu wenige elektrische Firmenwagen. VW hat ja erst etwa mit dem Jahreswechsel begonnen, die Preise zu senken. Zudem erfordert das E-Auto ja eigene Investitionen in die Ladeinfrastruktur. Davor scheuen sich mit Sicherheit auch einige Firmen. Und es ist auch regional gar nicht so einfach, sich auf einen Anbieter festzulegen. Die häufig genannten IONITY und EnBW gibt es hier zB überhaupt nicht. Man muss es wollen, dann funktioniert es auch. Siehe zB CvL. Aber so lange die Kostenseite bestenfalls pari anzeigt, scheuen Viele den kompletten Wechsel.