Beiträge von Phil

    BYD passt nicht zur Formel 1

    Warum? Mit dem aktuellen Reglement kommen 50% der Leistung aus batterieelektrischer Energie. Da BYD ein sehr großer Hybridhersteller ist, würde BYD sogar wunderbar in der Formel 1 passen. Vielleicht nicht direkt mit der BYD-Brand, aber bspw. mit Yangwang könnte man da durchaus passen.


    Grundsätzlich glaube ich aber eher an eine Ente. Vielleicht sogar bewusst platziert, um BYD ins Rampenlicht zu schieben. Man hat ja an Cadillac mitbekommen, wie schwierig eine Aufnahme als Formel 1 Team ist. Sie müssten also eher ein bestehendes Team übernehmen und das ist aktuell entweder unmöglich oder extrem teuer. Und BYD wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen in China zu produzieren. Und bei den Non-UK Rennställen gibt es nur sehr, sehr wenige Beispiele, wo das funktioniert hat. Aber ohne Frage wäre das unheimlich spannend so ein chinesisches Team in der F1 zu sehen und zu sehen, welche kulturellen Unterschiede es zu den größtenteils westlichen Teams gibt.

    Weiter geht's...


    Am nächsten Tag die Rückfahrt und dieses Mal "pedal to the metal", also wo es frei und unbegrenzt ist mit 190km/h über die Autobahn, wenn man bremsen muss danach wieder weiter mit Vollgas - selbstverständlich alles innerhalb der StVO.


    1. Abschnitt Rückfahrt Vollgas

    SoC Abfahrt: 100% (Reichweite 530km)

    SoC Ankunft: 9% (Reichweite 17km)

    Geladen auf: 100%

    Gefahrene Strecke: 206km


    Interessanterweise jetzt auch nicht so wahnsinnig viel weniger - ich hätte mit erheblich weniger Reichweite gerechnet. Diesmal wieder ein ARAL Pulse. Funktioniert - wunderbar. Gute Pause gemacht, etwas gegessen, bei 100% weitergefahren.


    2. Abschnitt Tempomat 100km/h

    SoC Abfahrt: 100% (Reichweite 530km)


    Das Navi zeigt 386km bis nach Hause. Die Reichweite zeigt 530km. Nach kurzer Zeit wird klar: Das. Wird. Knapp. Selbst bei 100km/h erreicht der Seal nichtmal annähernd seine WLTP-Reichtweite. Ja na klar war das inkl. Kasseler Berge, aber gen Norden, also auch viel Strecke bergab. Aber ja, mit Sitzheizung, mit Klima im Normalmodus etc. Zwischen Göttingen und Hannover dann wirklich keinen Bock mehr auf Tempomat 100 gehabt (es war mittlerweile auch schon 22 Uhr durch) und der Abstand zwischen angezeigter Reichweite und Navi-Entfernung wurde immer kleiner und kleiner. Also Entscheidung: Ich lade nochmal ein paar Minuten und dann wieder mit 150 durch nach Hause. Also Lade-App gestartet... nichts. Einfach nichts. In 50km Umkreis kein einziger Schnelllader an der Autobahn - zumindest keinen, den meine LogPay/Elli-App unterstützt. Also etwas weiter gefahren - noch war es ja kein Problem - und dann nach 50km an eine Raststätte rausgefahren, hier sollen 300kW zur Verfügung stehen. Komme an der Raststätte an, wieder ein eon-Charger, ich ahne Schlimmes, ich sollte Recht behalten. Geh zur Säule hin und sehe nur eine "100kw"-Säule. Mehr konnte ich nicht sehen, denn der Ladebereich vom Rastplatz war unbeleuchtet, stockduster, nicht überdacht und beim Bildschirm-Leuchten wurde man fast blind, wenn die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben. Also Stecker rein... Initialisierung... Vorbereitung zum Laden... Abgebrochen. Ach wie fröhlich mich das gestimmt hat... Nicht. Also ohne erneuten Versuch direkt weitergefahren. Eine Ladesäule etwas abseits der Autobahn? Auch gut, mittlerweile will ich nur noch nach Hause. Abgefahren, hingefahren. Eine alte Dorftankstelle, aber mit ordentlicher Säule. Die funktioniert auf Anhieb und pumpt auch fleißig 120kW in den Seal. Ansonsten? Unbeleuchtet, mitten im Nirgendwo aber immerhin am Laden. Wo ist das Klo was in den "mit Elektroautos Langstrecke fahren ist super"-Berichten immer vorkommt? Hier nicht, also irgendwo ins Feld pi**en. Wo ist das nette kleine Café bei dem man in den tollen Reiseberichten von E-Autofahrern liest? Hier nicht, also nur das alte Wasser von Gestern süffeln. Als ich dann ca. 20 Min. geladen habe und ca. 60% Akku hatte wieder abgestöpselt, auf die Autobahn und mit Tempomat nach Hause. Dort steht er jetzt mit 16% Akku im Carport und ich? Tjoa ich weiß nicht, wie das andere machen, aber ich hab insgesamt ziemlich genau 8h von Start bis Ziel gebraucht. Mit meinem früheren Verbrenner hab ich die Strecke in 5h und ein bisschen geschafft - ja mit Messer zwischen den Zähnen und zweimal nachtanken, aber egal. Also langsam Fahren und Laden kostet mich auf der Strecke ca. 2-3h Extra-Fahrzeit - klar wenn man eh 2x laden muss, hätte man auch den Klassiker 10-80 machen können - aber was viel wichtiger ist: es kostet Nerven. Wie oft ich in den letzten 25 Jahren an eine Tankstelle gefahren bin, wo eine Säule nicht funktioniert hat (und es nicht schon entsprechend vorab beschildert war)? Ich kann mich nichtmal erinnern. Bei Ladesäulen? Vor allem in letzter Zeit durchaus immer mal wieder.


    Jetzt habe ich den Seal nicht erworben mit dem Ziel Langstrecke zu fahren, sondern weil mein sonstiges Fahrprofil auf das E-Auto passt - und als Steuersparmodell, weil Dienstwagen, ist auch klar. Ich bin sicherlich nicht der "Normalo", fahre sehr gerne Auto, habe überhaupt kein Problem damit schnell oder lange Auto zu fahren und bin auch schon von Paris nach HH in einem Rutsch durch und dachte beim Aussteigen: "Schade, dass ich nicht nochmal zurück muss". Auch meine Kids haben überhaupt kein Problem damit 4-6h im Auto zu sitzen, wenn wir irgendwo hinfahren (ja da machen wir in der Regel eine kurze Pause, aber sicherlich nicht 1h lang). Eine Strecke Hamburg nach München fahren ich locker ohne Pause bzw. nur mit Klopause, wenn man eh tanken muss. Ich BRAUCHE also keine Pause alle 2h und fahre bei 120 Tempomat eher unaufmerksamer, als bei 180 ohne Tempomat (beim Verbrenner so ziemlich meine "Reisegeschwindigkeit", wenn ich irgendwo hingefahren bin).


    Das E-Auto ist (noch) nicht für jeden und schon gar nicht für jeden Einsatzzweck sinnvoll, das ist mir vollkommen klar - auch deshalb bin ich niemand, der andere unbedingt vom E-Auto überzeugen will, das muss jeder für sich selbst wissen. Aber das Gestern war echt ernüchternd. Vor allem die Reichweite von nur knapp 200-220km bei meiner "normalen" Langstrecken-Fahrweise ist echt zu wenig. Da schaffe mein BMW vorher selbst bei sehr hohem Tempo locker 400km. Wenn ich mir dann auch noch vorstelle, dass ich neben dem E-Säule-Suchen auch noch Preise vergleichen müsste... Ich habe ja das große Glück eine Ladekarte meines Arbeitgebers zu haben. Dann fallen ja noch mehr Säulen weg, die man nicht anfahren will bzw. die Suche wird noch aufwändiger. Eigentlich müsste man auch ranfahren zum Säule suchen am Smartphone, damit man das nicht während der Fahrt machen muss - wie geschrieben: eigentlich.


    So und nun dürft ihr mir sagen, wo ich mich falsch verhalten habe und wie man es besser macht. Aber ich kann schon vorab sagen: Ich kaufe mir kein Auto mit über 500PS und allem Schnick und Schnack, nur um am Ende mit 80 hinter'm LKW herumzuschleichen und nichts von den Funktionalitäten des Autos zu nutzen, weil das alles Strom frisst. Natürlich hätte beides erheblich mehr Reichweite gebracht, aber da würde ich ja einschlafen und erfrieren, bevor ich da bin. Also das nächste Mal vermutlich wieder Bahnfahren, die braucht nämlich im Regelfall nur 5h und man kann tatsächlich noch ein bisschen was nebenher tun. Ja da gibt es andere Probleme, aber mit dem E-Auto werde ich mir solche Strecken vermutlich eher nicht mehr antun - außer bei der Fahrt in den Urlaub wenn man WIRKLICH Zeit mitbringt und Wert auf ein eigenes Auto vor Ort legt.

    So, nachdem ich mit dem Titel vermutlich Eure Aufmerksamkeit habe ;) versuche ich mich mal zu erklären:

    Ich wohne in der Nähe von HH (300m bis zum Ortsschild) und musste die Woche über nach Nürnberg. Weil ich noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung habe mit Langstrecke im Seal, hab ich entschieden mal das Auto zu nehmen. Die Strecke sind ziemlich genau 600km (hauptsächlich A7).


    Auf der Hin- und Rückfahrt mal ausprobiert, wie unterschiedlich weit ich komme, wenn ich unterschiedlich schnell unterwegs bin. Tempolimits, wo vorhanden, wurden exakt eingehalten - die Restreichweiten sind am Tacho abgelesen. Die Voraussetzungen waren eigentlich ideal, es war sonnig, 11°C und es war so gut wie staufrei.


    1. Abschnitt Hinfahrt: Tempomat 150km/h

    SoC Abfahrt: 100% (Reichweite 530km)

    SoC Ankunft: 12% (Reichweite 60km)

    Geladen auf: 100%

    Gefahrene Strecke: 248km


    Dann einen Lader beim Globus Baumarkt in Göttingen eingelegt (300kW Lader von "Pfalzwerke"). Beide Ladesäulen frei, also angesteckt und weil Mittag war mal den Use-Case ausprobiert, der in den Positivberichten immer als Normalfall definiert wird: Aussteigen, anstecken, Essengehen, wenn der Bauch voll ist, ist auch der Akku voll und weiterfahren.

    In der Nähe ist aber maximal ein Bäcker und kleine Imbisse, nichts worauf ich Lust habe, aber da ich eh vorhabe auf 100% zu laden und das über 1h dauern wird, suche ich ein Restaurant in 15 Minuten fußläufiger Entfernung. Angesteckt, Wagen lädt mit 150kw, also losgehen. In dem Moment, wo ich beim Restaurant ankomme eine Meldung aus der BYD-App: Ladung wurde abgebrochen - bei knapp 40%... What!? Also schnell im Supermarkt nur einen Salat gekauft und direkt wieder 15 Minuten zurück zum Auto... ÄTZEND! Am Auto Kabel abgesteckt, wieder eingesteckt, Auto lädt weiter. Diesmal ohne Unterbrechung bis 100%... erstes Mal genervt und statt einem ordentlichen Mittag nur einen Discounter-Salat mit Holzgabel auf dem Baumarkt Parkplatz, na Danke. Dann auf zum nächsten Abschnitt.


    2. Abschnitt Hinfahrt: Tempomat 120km/h

    SoC Abfahrt: 100% (Reichweite 530km)

    SoC Ankunft: 14% (Reichweite 80km)

    Gefahrene Strecke: 295km


    Also "gerademal" 50km mehr gefahren, als bei 150km/h. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich dann lieber 150 fahre und wenigstens das Gefühl habe voran zu kommen. Ich fahre an einen Autohof inkl. Restaurant etc. mit eon-Charger, stecke den Wagen ein... "Notaus, Säule wird heruntergefahren"... Ah ja. Okay, herumgekurbelt auf den nächsten Ladeplatz. Stecker rein... Initialisierung... Vorbereitung zum Laden... Abgebrochen. Ich hab's nochmal versucht, dann war's mir zu dumm und ich bin weitergefahren. In der Nähe gab es aber quasi nur 22kW Lader, also Filter in der App auf 100kW+ und zum nächsten Lader nicht weit entfernt abgebogen. Dort dann bei einer ARAL im Nirgendwo geladen. Immerhin gab es einen Buger King in der Nähe - aber ich hatte keine Lust auf Fastfood, also nur im Auto gewartet und etwas die Beine vertreten. Da es in "Schlüsselfeld" schon dunkel war und das irgendwo im Nirgendwo liegt, wollte ich mich nicht viel weiter von der ARAL entfernen, weil es wirklich stockduster war - immerhin war der Bereich bei den Ladesäulen ordentlich beleuchtet. Als der Wagen dann in ca. 1h 15min. voll war wieder weiter auf die Autobahn, diesmal mit 150 gen Nürnberg. Dort angekommen erstmal schauen, wo es in der Nürnberger Innenstadt Schnelllader gibt, denn ich muss ja Heute Abend nochmal vollladen, wenn ich Morgen nach meinem Termin sofort los will und so wenig Zeit verschwenden möchte wie möglich. "Spontan" Morgen ist beim E-Auto ja eher nicht drin. Spoiler: Gibt kaum Schnelllader, die allermeisten haben nur 22kW (das bin ich in HH überhaupt nicht gewohnt). Also irgendwo eine Säule bei einer Esso gefunden, ins Restaurant etwas essen, laden auf 100% diesmal zum Glück störungsfrei.


    Weiter im nächsten Beitrag wegen 10.000 Zeichenlimit.

    Super ärgerlich, wenn man dafür 300km fährt. Deine lokale Werkstatt wird vermutlich ordentlich die Hand aufhalten. Schließlich haben sie selbst keine Aktien in der Gewährleistung.


    Ich drücke Dir die Daumen 👍 Geht ein Verkäufer während eines vereinbarten Termins aus dem Hause, hätte ich mich auf der Schwelle umgedreht und wäre wieder nach Hause gefahren. Das ist einfach komplett unprofessionell. Kann man aber natürlich kaum machen, wenn der Wagen schon bezahlt und angemeldet ist.

    Solange die Fahrzeuge nicht in Deutschland (oder DACH) verfügbar sind, für mich lediglich eine interessante Randinformation. Interessant wird es halt, wenn wir in DE auch neue BEVs bekommen und nicht nur die Hybridmodelle und BEVs mit Technik von vor 5 Jahren (Ja, ich schaue auf Dich SEAL-Facelift mit weiterhin nur max. 150kW-Ladeleistung).

    denn die KI lernt das lügen von Menschen!

    Du solltest Theorien über das Thema KI komplett entweder sein lassen oder Dich sehr viel tiefgreifender damit beschäftigen. Deine Aussage stimmt nämlich nur, wenn man sie vollkommen übertrieben und im entsprechenden Kontext überspitzt darstellt, in der Realität lässt sich diese Aussage allerdings nicht halten.


    Aber wie wäre es, wenn wir den Thread entweder schließen oder wieder auf das ursprüngliche Thema zurückkommen? Über eCall oder KI in so einem Thread zu sprechen ergibt nämlich für Suchende, die auf diesen Thread stoßen, überhaupt keinen Sinn.

    Laut Gesetz darf man ja nicht durchgehend aufzeichnen, sondern nur im Bedarfsfall.

    Wenns kracht 1s vorher starten <X <X

    Byd hat versucht dem Daueraufzeichnen etwas entgegen zu halten.

    Die Aufzeichnungslänge ist auf 2 oder 5 Minuten beschränkt - somit macht das Fahrzeug fortlaufend endlos viele 2 Minuten-Clips ;)

    Somit wieder erfolgreich in einer Grauzone.

    Zumindest für Deutschland ist das keine Grauzone, sondern vor Gericht schon genau so zugelassen worden. Man darf nicht dauerhaft speichern, soweit korrekt. Aber es ist vollkommen gesetzeskonform, wenn eine Loop-Aufzeichnung gemacht wird. Sprich die Kamera speichert dauerhaft alles auf einem flüchtigen Zwischenspeicher, der "rolling" Aufnahmen macht. Es werden also nicht 2-Minuten-Clips erstellt, sondern es werden die letzten zwei Minuten aufgenommen und jede Sekunde, die dazukommt lässt "vorne" eine Sekunde der Aufzeichnung fallen. Geschieht dann "etwas", kann man die Aufzeichnung der letzten zwei Minuten (plus die nächsten x Minuten) vom flüchtigen in einen dauerhaften Speicher überführen. Alles vollkommen und ohne Frage im "grünen" Bereich des Gesetzes. Für Österreich kann ich nicht sprechen, da kenne ich die Rechtslage nicht.