Elektromobilität - Das geteilte Deutschland

  • Ja ne, is klar!

    Erst kaufe ich mir ein Eigenheim, zusätzlich eine PV Anlage mit Wallbox und dann beginnt das große Sparen.

    Hört sich für den Großteil der Bevölkerung nach einem großen Wurf an.

    Wenn schon, dann PV, Wärmepumpe und Wallbox.
    Warum?

    Wärempumpe und PV sind das ideale Gespann. Wenn der eine Energie hat, braucht der andere keine und umgekehrt.
    Gerade jetzt profitieren die Wärmepumpen enorm von der PV auf dem Dach. Kannste glauben.

    BYD Seal U DM-i Design / Delan Black / Black & Brown / 05.2025 / V 2.10

  • FrankM28 Die beiden ersten Absätze deines Beitrages gehe ich komplett mit. Mit einer umfangreichen Förderung der Ladesäuleninfrastruktur wäre eventuell auch was beim kleinen Mann angekommen. Das wäre für MICH auch ein gangbarerer und besserer Weg gewesen.

    Ab verkorkste deutsche Energiewende wird es für mich richtig interessant!

    Zuerst möchte ich festhalten, dass man da von vornherein hätte wirklich Vieles besser machen können. Aber das Ganze jetzt auszuführen, würde hier komplett das Forum sprengen. 😉

    1.) Weshalb werden die Stromkosten in Deutschland nicht sinken? Sie tun es doch seit geraumer Zeit wieder. Also….woran machst du das fest, dass sie in Zukunft nicht noch weiter sinken?

    2.) Hast du ne Quelle dafür, dass zwischen Oktober und März mehr Gas als in den letzten Jahren verbraucht wird? Oder meintest du es irgendwie anders?

    3.) Weshalb zählt bei dir nur der Januar wenn es darum geht, den PV Ertrag zu bewerten? Spielt der Januar irgendwie eine besondere Rolle?

    4.) Welche „spinnerten Tagträumer und NGOs“ sind denn für welche gravierenden energiepolitischen Entscheidungen verantwortlich gewesen? Wofür bzw wogegen sind die denn gewesen?

    Bitte nicht falsch auffassen….das ist definitiv NICHT provokant gemeint! Ich bin tatsächlich daran interessiert, wie du zu solchen Äußerungen kommst. DANKE! ✌️☺️


    Ganz kurz dazu meine Sicht der Dinge:


    zu 1.) Quelle für meine Behauptung, dass der Strompreis in Deutschland sinkt. Mit einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien könnte es bereits billiger sein bzw wird auch irgendwann beim Endkunden etwas zu spüren sein. Ich habe die Bilder auf dem Handy und füge sie nach und nach als Foto ein. Ich habe auf die Schnelle nur den Industriestrompreis parat, werde aber die Preise für Privathaushalte noch zusätzlich einfügen, sobald ich etwas dazu gefunden habe.


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    Hier schnell noch die Preisentwicklung für Privathaushalte. Nachgereicht am 6.2.26


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    zu2.) Natürlich wird zwischen Oktober und März mehr Gas verbraucht, weil es eben WINTER ist. Dafür wurden unter anderem die Gasspeicher angelegt, um in dieser Jahreszeit ausreichend Vorrat im Land zu haben. Diese Speicher waren in den letzten Wintern zu Beginn gut gefüllt, was in diesem Jahr versäumt wurde, da die finanziellen Anreize dazu fehlen. Die Versorgungssituation ist allerdings auch viel besser als in den letzten Jahren, aber man muss bereits jetzt zu viel höheren Preisen einkaufen als geplant. Quellen suche ich noch heraus. Über einen erheblichen Mehrverbrauch habe ich noch nichts gelesen, aber ich will es auch gar nicht ausschließen.


    zu3.) Ich habe eine Statistik für das vergangene Jahr gesucht, aber auf die Schnelle nur ein paar der letzten Wochen gefunden. Es steht fest, dass ab Oktober bis etwa März die PV weit entfernt vom maximalen Ertrag liefert. Dafür gibt es in dieser Jahreszeit aber häufiger windige Tage, so dass man auch in dieser Jahreszeit einen erheblichen Anteil an EE vorweisen kann. Ich hänge ein paar Wochen als Beweis hier an. MMn hätte man bereits vor Jahren beim beschlossenen ersten Ausstieg aus der Atomenergie beginnen müssen, voll auf EE zu setzen. Was passiert ist wissen wir alle. Sämtliche nachfolgenden Regierungen setzten auf russisches Gas, was sich als kompletter Rohrkrepierer erwiesen hat. Wandel durch Handel ist diesbezüglich komplett gescheitert. Auf jeden Fall halte ICH einen Anteil von um die 50% für diese „schlechte Jahreszeit“ für den derzeitigen Ausbaustand für mehr als akzeptabel. Es könnte bereits mehr sein, wenn man a) früher mit dem Ausbau begonnen hätte und b) derzeit nicht ständig sowohl bei WP und PV, als auch der Akkutechnik ständig irgendwelche Knüppel herumwerfen würde.


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    Falls ihr da selbst etwas raussuchen möchtet, hier ist der Link zur Quelle!


    Energy-Charts


    zu4.) Da halte ich mich lieber noch bedeckt. Ich habe keinerlei Erklärung dafür, wie man solch eine Behauptung begründen könnte. Wir werden sehen. Ich kenne weder Einzelpersonen noch NGOs, die irgendwelche energiepolitischen Entscheidungen im Alleingang durchgeboxt haben bzw überhaupt in der Lage dazu wären, so etwas zu versuchen.


    Habe faddich. Vorerst! ✌️😬


    Wen das Thema wirklich interessiert, wird in einer der letzten Folgen des Batteriepodcast fündig. Eine der interessantesten Folgen, die ich dort je gehört habe. Kann ich nur empfehlen.


    Batterien vs. Gaskraftwerke: Der weltweite Wettbewerb beginnt gerade - Dirk Specht
    Podcast-Folge · Geladen - der Batteriepodcast zur Energiewende · 18.01.2026 · 42 Min.
    podcasts.apple.com

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  • Wenn schon, dann PV, Wärmepumpe und Wallbox.
    Warum?

    Wärempumpe und PV sind das ideale Gespann. Wenn der eine Energie hat, braucht der andere keine und umgekehrt.
    Gerade jetzt profitieren die Wärmepumpen enorm von der PV auf dem Dach. Kannste glauben.

    Deine genannte Kombination habe ich seit Mitte Dezember vollständig am Start. Die WP seit Ende September, die PVA mit Akku seit Mitte Oktober. Zuletzt kam kurz vor Weihnachten die Wallbox dazu.

    Kleiner Erfahrungsbericht aus den wenigen Monaten/Wochen, über die ich berichten kann.

    Das Auto lade ich seit seit der Installation der PVA fast vollständig aus dem Netz. Im Oktober reichte die PVA komplett aus, um den normalen Verbrauch im Haus und die WP zu versorgen. Für die Monate seit der WP schreibe ich mal ein paar Zahlen auf:


    Monat. // Ertrag PVA // Verbrauch WP inkl. WW-Bereitung


    Oktober // 680 kWh // 287 kWh


    November // 440 kWh// 410 kWh


    Dezember // 329 kWh // 543 kWh


    Januar // 239 kWh // 756 kWh


    Da fehlen noch ein paar Zahlen, die werde ich noch nachreichen, wenn ich sie finde. Die Buderus App zeigt mir den Verbrauch erst ab Dezember an?! 🧐

    Der Dezember war lange nicht so kalt wie der Januar. Deshalb der Mehrverbrauch der WP. Die viel niedrigere Ertrag im Januar relativ weit unter der Prognose von etwa 300 kWh resultiert aus 11 Schneetagen komplett ohne Ertrag. Ist eben Winter.

    Jetzt die Frage…..mit welcher Heizung bekomme ich mindestens ein Drittel der benötigten Energie mehr oder weniger geschenkt? Ist die Quote für die bekannterweise schlechteste Ertragszeit des Jahres wirklich sooo schlecht? Kann man geteilter Meinung sein, aber ich verstehe die Skepsis bzw die Kritik nicht. Vielleicht mag FrankM28 oder auch gern wer anders erklären. Danke! ✌️😬


    Und noch ein paar Screenshots als Nachweis für die oben genannten Zahlen!


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    Die oberen Bilder zeigen am rechten Rand die Verbräuche für den jeweiligen Monat. Mehr gibt die App von Buderus leider nicht her. Von den unteren vier Bildern habe ich jeweils nur die Erträge genannt. Der dort gezeigte Gesamtverbrauch bezieht sich auf das gesamte Haus inkl. der Laderei für Summsi.

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  • Mir geht es gar nicht um irgendwelche politische Ansichten. Die wollen und sollten wir hier sowieso nicht diskutieren.

    Tatsächlich das Einzige, was mich bei der ganzen Geschichte *Private PVA* interessiert, ist die Wirtschaftlichkeit. Und da möchte ich schon meine Sicht der Dinge mitteilen und auf falsche Annahmen hinweisen.

    Früher war es einfach so….ich habe Strom fürs Leben im Haus gekauft, und da ich weder ne Ölquelle noch ein Gasfeld im privaten Besitz habe und ebenfalls keine Raffinerie, kaufe ich Gas vom Versorger zum Heizen und an der Tanke den Sprit fürs Auto.

    PV im privaten Bereich gibt es ja schon viele Jahre, ebenso WP. Beides war lange Jahre zu teuer in der Anschaffung und/oder nicht wirklich effizient. Also für mich nicht wirtschaftlich. Das sieht doch seit ein paar Jahren komplett anders aus.

    Die WP wird ordentlich gefördert. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich glaube, dass ohne jegliche Förderung der Preis deutlich niedriger wäre. Kann ich aber nicht beeinflussen. Ich habe jetzt 55% gefördert bekommen (maximale Fördersumme 30 TEur, davon 55%). Mich hat die WP +ein paar Nebengeräusche selbst etwa 15 TEur gekostet. Habe ich hier schon beschrieben. Diesen Betrag habe ich zum großen Teil übe die KfW für 10 Jahre fest finanziert mit ca. 1,5% Zinsen. Unsere Gastherme hat zwar problemlos funktioniert, war aber bereits über 20 Jahre alt und viele Nachbarn mussten bereits ersetzen. Bei uns machte der Wechsel als wirtschaftlich Sinn. Ich hätte auch noch ein, zwei Jahre warten können, aber die Signale aus der Politik waren nicht so, als dass ich mir hätte sicher sein können, die Förderung auch noch zu einem späteren Zeitpunkt zu erhalten. Also erfolgte dann der Austausch im September des letzten Jahres.

    Die PVA hätte ich bei dem derzeitigen Preisgefüge auch definitiv installieren lassen, wenn ich die Heizung nicht getauscht hätte. Der Grund dafür steht unterm Carport. Sehr wahrscheinlich ab etwa März (ich habe da noch keine realen Zahlen aus der Praxis, sondern nur die theoretische Ertragsprognose) wird der Strom fürs Haus, WP (die dann natürlich auch weniger verbraucht als im Dezember/Januar) und für Summsi reichen. Das bedeutet, dass ich ungefähr ein Dreiviertel des Jahres meinen eigenen Strom erzeuge. Dass die Eigenversorgung dann eben für etwa 3, im ungünstigen Fall 4 Monate nicht komplett ausreicht ist doch vollkommen egal! Ich erzeuge auch in der ungünstigsten Jahreszeit mindestens etwa 25% meiner Heizkosten. Mach das mal nach mit Gas oder Öl. Ich bin gespannt.

    Meinen Jahresverbrauch prognostiziere ich mit etwa 14-15000 kWh. Die PVA bringt etwa den gleich Ertrag übers Jahr gesehen, nur zeitlich verschoben. Und deshalb soll man darauf verzichten? Weil im Dezember und Januar der eigene Ertrag nicht ausreichend ist? Das ist doch Humbug. Ich muss im Winter etwa ungefähr 4500 kWh zukaufen. Das ist doch ok. Was mich im Sommer an Einspeisevergütung erwartet….keine Ahnung. Habe ich noch nicht berechnet. Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Eigenverbrauch des Eigenertrages. Der Überschuss ist Bonus, den ich nicht kalkuliert habe. Wenn es den irgendwann nicht mehr gibt, bleibt dennoch mein abgedeckter Stromverbrauch für einen großen Teil des Jahres.


    Habe faddich! ☀️😎

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  • Treponem1909 optimale Voraussetzungen für EV oder übersehe ich was?

    Wat? 🙄 Jetzt stehe ich etwas auf dem Schlauch! Bin froh (aus rein wirtschaftlicher Sicht ✌️😬), dass wir nur ein Auto bzw jetzt und für immer E-Auto brauchen. 🧐 Oder was meinst du?

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