.... für alle Unentschlossenen! ✌️☀️😎

  • Gravitar ….also sorry, das ist nahezu Alles kompletter Unsinn. Wenn ich mehr Zeit habe, versuche ich es vielleicht noch mal aufzudröseln. Für eine falsche Behauptung braucht es zehn, zwanzig Sätze zur Aufklärung. Das ist auf die Dauer echt anstrengend und ermüdend. 😅

    Wenn du mit realistischen Argumenten mitreden möchtest, empfehle ich dir und allen anderen Interessierten den GELADEN Podcast, insbesondere die Teile, wo es um RE/EE und den Netz- und Speicherausbau geht. ✌️😬

    🖤❤️‍🔥💛Zufriedener Fahrer eines BYD SEAL U DESIGN EV SNOW WHITE 🥰 *Summsi* 10/2024/Version 2.2.0💛❤️‍🔥🖤

  • Sei doch bitte so nett, und begründe "kompletten Unsinn". Meine Erkenntnisse können falsch sein, ich habe sie aber nicht auf dem Kassenbon gelesen. Das wir Speicher brauchen, ist unbestritten. Das wir des Öfteren bei Sonnentagen mehr Strom produzieren, als wir brauchen und den temporär zu teuer abnehmen ist auch nicht falsch. In diesem Moment des Geschriebenen liegt der Preis bei 11,4Cent...

  • Gravitar …..ich taste mich mal an eine Antwort. Ich werde es nicht in einem Zug schaffen, aber ich versuche es mal aus eigener Perspektive zu erklären. Erstmal ein paar Grundangaben zu meiner Anlage. Baujahr September 2025, 16,2 kWp, 15 kWh Speicher ab Mitte Oktober 2025, Wallbox ab Mitte Dezember 2025. Weitere Infos gibt es hier:




    Ein paar Infos zur Einspeisvergütung gibt es hier.


    Einspeisevergütung für Photovoltaik
    Für überschüssigen Solarstrom, der nicht selbst verbraucht werden kann, gibt es eine staatlich garantierte Vergütung.
    www.solarwatt.de


    Eine kleine Klarstellung gleich zu Beginn:


    Der Strompreis in Deutschland besteht nicht nur aus den Beschaffungskosten für denselben. Der Preis ist (wie bei den Preisen an der Tanke) sehr stark staatlichen Einflüssen unterlegen. Sealy Deine oben genannten 29 Cent bestehen zB bei mir zu mehr als der Hälfte (regional etwas unterschiedlich) aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten, die staatlich festgelegt werden. Heute sah das zB so aus:


    Strompreise ⚡️ Tibber
    Aktuelle strompreise. Der Preis für Strom schwankt über den Tag. Hier siehst du die aktuellen Strompreise in Deutschland.
    tibber.com


    PLZ eingeben und dann seht ihr die Preise für eure Region. Ebenso seht ihr die Aufteilung des Gesamtpreises, den euch zB Tibber in Rechnung stellt, wenn ihr dort nen Vertrag habt.

    Die Preise werden zwischen 13 und 15 Uhr des Vortages festgelegt und gelten jeweils für 15 Minuten. Der reine Strompreis sieht so aus:


    https://www.vattenfall.de/strom/tarife/oekostrom-dynamik-boersenpreise


    Die gesamte letzte, aktuelle Woche sah da so aus:


    Screenshot_20260822-201948.Ecosia.pngScreenshot_20260822-201927.Ecosia.pngScreenshot_20260822-201909.Ecosia.pngScreenshot_20260822-201847.Ecosia.pngScreenshot_20260822-201821.Ecosia.pngScreenshot_20260822-213930.Ecosia.png

    Screenshot_20260822-213954.Ecosia.pngScreenshot_20260822-215553.Solar.web.png

    Screenshot_20260822-215530.Solar.web.pngScreenshot_20260822-220742.Solar.web.png


    Die letzten beiden Screenshots sind die Erträge von Donnerstag, Freitag und der heute Samstag. Donnerstag Auto geladen und fast alles selbst verbraucht, Freitag fast komplett eingespeist. Samstag eingespeist bis 13.30 Uhr (Beginn negativer Strompreis bis ca 16.15), danach Freestyle und Akku geladen. Den werde ich jetzt noch freiwillig bis auf etwa 30% über Nacht entladen. Dazu später mehr.


    Soweit zum Vorgeplänkel.

    Es gibt in Deutschland EINE bundesweite Förderung für private PVA. Das ist die Befreiung von der Mehrwertsteuer. Es gibt noch ein paar weitere Fördermöglichkeiten in einzelnen Bundesländern, aber hier bei mir gab es definitiv nichts weiter außer die Mwst-Befreiung.

    Wenn ich eine Einspeisevergütung bekomme, liefere ich dafür einen Gegenwert, nämlich eine Kilowattstunde. Der Betrag beläuft sich bei mir (siehe zweiter Link) auf 6,8 Cent/kWh.

    Da ich erst 2025 gebaut habe, bekomme ich bei negativen Börsenstrompreisen (sieh Link Vattenfall) keine Vergütung, allerdings wird mir diese Zeit an meine 20 jährige garantierte Vergütungszeit drangehängt. Wie das genau funktioniert, muss ich noch ergründen (stundenweise?Tageweise?).

    Nach der derzeitigen gesetzlichen Regelung bekomme ich meine 6,8 Cent/kWh auch, wenn der Börsenstrompreis darunter liegt. Kann ICH also erstmal nicht beeinflussen. Allerdings bekomme ich diesen Betrag auch (nur!), wenn ich wie fast täglich im Sommer freiwillig ca 10 kWh von 19 bis 23 Uhr einspeise. Das sind üblicherweise die teuersten Zeiten am Tag. Freitag gab es ebenfalls sehr hohe Tagespreise (relativ wenig Sonne und Wind, Atomflaute in weiten Teilen Europas). Auch da bekomme ich nicht mehr. Also es gibt Zeiten, wo es sich immer wieder ausgleicht. Ich liefere auch zu Zeiten für 6,8 Cent, wenn der Börsenstrompreis deutlich höher liegt. Das sagt euch nur Niemand. Genausowenig ziehe ich KEIN Strom aus dem Netz (seit der letzten Februarwoche), wenn es stark belastet ist. Ich bediene mich dann aus dem Hausakku. Mein Hauptaugenmerk liegt sowieso auf dem Eigenverbrauch, aber an sehr sonnigen Tagen bleibt nun auch mal was über.

    Gravitar ….was denkst du eigentlich, wer für die günstigen, teils negativen Strompreise verantwortlich ist? Gas- und Kohlekraftwerke? Nein, ausschließlich Regenerative Energien sorgen für günstige Preise. Ohne diese RE/EE hätten wir Strompreise wie an der Tankstelle. Aber ja, PV und Wind sind furchtbar…..

    Und weshalb haben wir im Sommer häufig am WE und an Feiertagen niedrige, teils negative Preise? Weil wenig Verbrauch auf hohe Erträge trifft. Die hohen Erträge sind übrigens planbar. Aufgrund von Wettervorhersagen usw wird ua der Börsenstrompreis berechnet. Ich erhalte für zwei Tage im Voraus Ertragsprognosen von Fronius, die allerdings stark verbesserungsfähig sind. Das stimmt mal mehr, mal weniger.

    Günstige Strompreise gibt es also nur, wenn die RE/EE ausreichend Ertrag liefern.

    Die Einspeisevergütung gibt es glaube ich seit 2000. Garantiert für 20 Jahre. Dazu zwei Bemerkungen. Die zwanzig Jahre alten PVAs haben auf gleicher Fläche eine sehr viel geringere Leistung als heutzutage. Zudem waren die Preise für alle Komponenten sehr viel teurer. Um das überhaupt irgendwie rentabel zu machen, gab es die ESV. Diese Vergütung verringert sich derzeit halbjährlich. Die alten Anlagen mit geringeren Flächenleistungen und höheren Vergütungen fallen seit 5 Jahren aus der gesetzlichen Garantiezeit. Der dafür notwendige Betrag verringert sich also permanent.

    Das von mir verlinkte Vorhaben ab 2027 will nun den Ertrag privater Anlagen begrenzen. Das ist mMn total bescheuert. Weshalb soll man bitte die günstigste Form der Energiegewinnung abregeln? Wir brauchen MEHR Energie, und Gas, Öl und Kohle zu ersetzen und irgendwann grünen Wasserstoff herzustellen, auf den zB die chemische Industrie angewiesen sein wird.

    Großwirtschaftliche Anlagen werden teilweise ohne jegliche Vergütung gebaut.


    DAL nimmt PPA-Solarpark Halenbeck II mit 114 Megawatt Leistung in Betrieb - pv magazine Deutschland
    Shell Energy Europe, Finanz Informatik und Finanz Informatik Technologie Service beziehen Strom aus dem Brandenburger Solarpark. DAL Deutsche Anlagen-Leasing…
    www.pv-magazine.de


    Kurzum, wo es immer noch fehlt sind der Netzausbau, wo wir Jahrzehnte hinter dem Ausbauplan hängen und mehr Speicher, denen gerade politisch das Leben mehr als schwer gemacht wird.

    Und die letzten Jahrzehnte zeigen, wenn ein paar Typen auf der Welt verrückt spielen, wird die fossile Energie sehr teuer. Das einzige Mittel dagegenzuhalten ist der konsequente Ausbau von RE/EE, Verteilernetzen und Speichern. Ansonsten wird es unbezahlbar und unsicher. Sonne und Wind gibt es jeden Tag erneut. Mal mehr, mal weniger. Aber anders als noch vor ein paar Jahren gibt es preiswerte Lösungen, um damit umzugehen. Die hohen Preisspitzen beim Börsenstrompreis resultierten nahezu immer aus dem mangelnden Ertrag bei den Erneuerbaren (und den fehlenden Speichern) und hohen Kosten bei den fossilen Energieträgern, die teuer importiert werden müssen. Wir importieren übrigens auch dieses Jahr sehr wahrscheinlich wieder fossile Energie für 70-80 Milliarden Euro. Aber die paar Kröten aus dem EEG für ein paar Stunden Sonne machen den Kohl natürlich richtig fett. ☀️🙄


    Jahresbericht der AG Energiebilanzen liefert aktuellste Daten zur Energiewirtschaft » AG Energiebilanzen e. V.
    Umfassende Berichterstattung über Energieträger, Rahmenbedingungen und Verbrauch Ber­lin (17.06.2025) – Die deut­sche Ener­gie­ver­sor­gung hat sich 2024…
    ag-energiebilanzen.de

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  • Teurer Strom liegt vor allem auch am kostenlosen Wind und Sonne und der ganz billigen Finanzierung der Anlagen um ihn zu erzeugen (auch Speicherfinanzierungen sind ja überaus günstig und die Speicher halten ewig). Dann noch die Verteilung und Verlusthin- und -herleitung usw. Achtung Ironie!

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    Black-Brown bestellt 13.02.26, gebaut 3.3.26, VIN T0186..., seit 16.06.26 unser neues Auto, V2.2.2, Fahrzeugnutzung 2500km-Einfahrzeit geschafft

  • Die Strompreise werden auch nach dem sogenannten Merit Order Prinzip berechnet. Das bedeutet die teuerste eingesetzte Quelle bestimmt den Preis. Plakativ ausgedrückt heißt das, wenn 99 Prozent mit Sonne oder Wind abgedeckt werden aber für das letzte Prozent wird Gas benötigt Orientiert sich der gesamte Strompreis am Gas. Also ja wenn der Preis negativ ist mag es so sein, dass es eine Vergütung von Einspeisenden gibt. Aber auf der anderen Seite werden durch dieses Prinzip auch die Preise hochgedrückt obwohl es in der Summe gerade eigentlich viel günstiger wäre. Hier ist eigentlich der richtige Kritikpunkt.

    BYD Seal Design (My2026) / Indigo Gray / Black / AHK Status: wartend auf Schiff 😔

  • Gainax  Opa Frank Es ist definitiv ein sehr komplexes Thema. Und "frei" ist dieser Markt definitiv nicht, weil der Staat in seinem Interesse regelt, eingreift, besteuert und fördert. Für Gaskraftwerke stehen Milliarden zur Verfügung, für RE/EE, Netz- und Speicherausbau sowie STEUERUNG der vorhandenen Anlage nicht bzw nicht in ausreichendem Maße.

    Weshalb eigentlich die jetzt bereits vorhandenen Kohle- und Gaskraftwerke, die uns früher zusammen mit Kernenergie (dieser Anteil ist von RE/EE bereits längst übertroffen) mit Energie versorgt haben, zur Versorgung nicht mehr ausreichen, erklärt auch niemand. Kohle muss/sollte natürlich langfristig weg (Umweltschutz und zu träge Regelbarkeit) und alte Gaskraftwerke müssen instandgehalten/modernisiert werden. Aber Neubauten in riesigem Ausmaß.... warum? Einfach konsequent RE/EE mit Speichern und Netzen ausbauen und dann gucken, was noch benötigt wird. Und es werden mit Sicherheit Gaskraftwerke benötigt, die allerdings bei ausreichend RE/EE mit grünem Wasserstoff betrieben werden könnten.


    Speicherthema gelöst! Solarspitze, Minuspreise und Redispatch verschwunden! - pv magazine Deutschland
    Die Menge an in Deutschland vorhandenen Stromspeichern wird nun sehr schnell wachsen. Bis 2029/30 werden wir 387 bis 826 (maximal 1114) Gigawattstunden im…
    www.pv-magazine.de


    Gravitar ....meine gesamte Schreiberei soll nur versuchen, zu erklären. Das ist definitiv kein persönlicher Angriff. Zu diesem sehr komplexen Thema sind einfache, aber grundfalsche Ansichten, Meinungen und Lösungen im Umlauf. Den wahren Kern muß man suchen und ergründen wollen. Den setzt einem derzeit niemand vor die Nase.

    Ich versuche von mir aus, meine PVA so netzdienlich wie mir eben möglich zu betreiben. Ohne jeglichen finanziellen Vorteil. Das heißt, ich sorge dafür, dass mein höchster Verbrauch in den Zeiten mit sehr niedrigen bzw negativen Preisen an der Strombörse liegt. Sowas müsste automatisch regelbar sein können. Und das betrifft die privaten PVAs insbesondere, da derzeit ein großer Teil der Speicherkapazitäten noch dort stehen. Das sind in den meisten Fällen"dumme" Speicher, die den nächtlichen Verbrauch gleich am Morgen wieder auffüllen. Ich beginne von mir aus meistens erst Mittags bzw zu Zeiten sehr geringer/negativer Börsenstrompreisen.

    Wenn es eine finanziell lohnende Möglichkeit geben würde, würde ich meine Speicherkapazität Zuhause mindestens verdoppeln (dann 30 kWh). Damit kann man schon was anfangen. Oder man würde endlich mal bei V2H/V2G in die Pötte kommen. Aber es ist derzeit politisch nicht gewollt, dass die kleinen Leute übermäßig finanziell profitieren. Dann kann man sich auch nicht darüber beschweren, dass es keinen Solaristen interessiert. In meiner Anlage stecken 24 TEur privates Kapitel. Soll ich zum Nulltarif die Allgemeinheit mit Strom versorgen? Machen die großen Konzerne ja schließlich auch....😤😂


    Überblick über den aktuellen Stand bei Speichern 👇👇👇


    https://energy-charts.info/charts/installed_power/chart.htm?l=de&c=DE&interval=month&expansion=dp_inst_battery_storage&legendItems=6w3&WCF_AMPERSAND×lider=1&min=0&max=6

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  • Treponem1909


    Vielleicht lohnt es bald für Privat nur noch Speicher zu managen. Börse Minus < voll Laden, Börse Plus > Einspeisen und alles ohne Steuer abführen.

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  • Opa Frank ....das werden sie den kleinen Leuten nicht gönnen. 🔋😉 Irgendwann sind im optimalen Fall so viele Speicher am Markt, dass sie gegenseitig konkurrieren. Es gab solche Berichte bereits, ich glaube aus Kalifornien. 🧐

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