Ja, wenn ich steuerfrei mit Börsenpreisen Gewinn erzielen könnte, würd ich mir auch den Keller voll machen 😆.
Ach ja, blöd, mein Netzbetreiber hat mir ja bisher keinen smarten Stromzähler eingebaut…hat der ja auch noch bis 2029 Zeit zu… .
Ja, wenn ich steuerfrei mit Börsenpreisen Gewinn erzielen könnte, würd ich mir auch den Keller voll machen 😆.
Ach ja, blöd, mein Netzbetreiber hat mir ja bisher keinen smarten Stromzähler eingebaut…hat der ja auch noch bis 2029 Zeit zu… .
Hallo Treponem,
zunächst erst einmal danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin ganz bestimmt nicht gegen regenerative Energieerzeugung und kenne die von dir beschriebenen Sachverhalte gut. Es ging jedoch in meiner Antwort um die Neujustierung der Entgelte ab 2027 und die Planungen von Frau Reiche, die diese Subventionen von Stromabnahme ohne Steuerbarkeit zum Garantiepreis abschaffen möchte und in eine Phase der Überproduktion nicht noch Geld für Strom ausgeben möchte, der aktuell nicht gebraucht wird und allen die Rechnung verteuert.
Gerne darfst Du mehr verdienen, wenn du Strom abgibst, wenn er dringend gebraucht wird. Vorzugsweise nachts oder/und in den Monaten November - März, wenn 80% meines Strombedarfs meiner Wärmepumpe entsteht. Dann trägst du maßgeblich zu einem Benefit bei, für alle Stromkunden. Das klappt aber so nicht. Allerdings möchte ich dir keine höhere Vergütung oder die Standard 7Cent bezahlen, wenn es gerade ein sonniger Augusttag, wie heute ist, wo von 9-18Uhr negative Strompreise gegolten haben. Nutze ihn so gut wie möglich selbst und refinanziere deine Investition, für mich rechnet sich das nicht, habe ich woanders schon vorgerechnet. Erst Recht nicht mit Opportunitätskosten.
Tibber ist auch nur ein skandinavischer Anbieter mit dynamischem Stromtarifen, mehr nicht. Die Kurse an der Strombörse sind relevant, nicht die eines Anbieters. Du bietest halt doch nur eine oder mehrere kWh an, wenn sie von der Allgemeinheit wenig benötigt werden und zusätzliches Geld kosten. Nicht immer, aber öfters.
Man muss die regenerative, nicht steuerbare Energiegewinnung aus privater Erzeugung irgendwie steuern können, das klappt (nur) über den Preis. Die Frau Reiche ist da eigentlich noch milde in meinen Augen, sonst würde sie dir an sonnenreichen Tagen die eingespeisten und zu negativen Preisen weiter verkaufte Energie in Rechnung stellen, dich für deinen Ertrag bezahlen lassen. Das wäre Marktwirtschaft. Dafür dürftest du an Tagen mit höheren Preisen mehr pro kWh verdienen, es dürften aber die weniger sonnigen sein...
Auch dein Einwand, wir brauchen mehr regenerative Energie, um auch in Zukunft mehr Wirtschaftszweige damit bedienen zu können, stimmt. Die brauchen die Energie aber zuverlässig auch bei Regen oder Schnee in Windstille, nicht nur, wenn die Sonne scheint. Also hilft es nur, wie bei dir übrigens auch, die überschüssige Energie zu speichern. Wäre das in akzeptablem Umfang möglich, gäbe es keine negativen Strompreise mehr, es geht also (noch) nicht.
Wir brauchen also etwas Zeit ohne garantierte Einspeisevergütung zu überhöhten Preisen im Sommer bei Sonne, bis Speicher in der Lage sind, diesen Überschuss aufzunehmen. Das Gesetz könnte das über den Preis der Einspeisevergütung erbringen und vielen Kunden auch ohne PV einen günstigeren Strompreis ermöglichen, ohne garantierte Abnahmen zu Zeiten, wo sich das monetär nicht lohnt. Deine Anlage hast du nicht errichtet, weil du allen einen günstigeren Strompreis ermöglichen wolltest, sondern vermutlich, um damit Stromkosten zu reduzieren und unabhängiger zu werden. Betreibe die Anlage doch autark, dann ist dein Nutzen immer persönlich und du kannst von deiner Investition tanken, fahren und dein Haus betreiben. Erwarte nur nicht, daß die Allgemeinheit zu allen Zeiten konstant abnimmt zu Preisen, die Angebot und Nachfrage nicht berücksichtigen...