Mir geht es gar nicht um irgendwelche politische Ansichten. Die wollen und sollten wir hier sowieso nicht diskutieren.
Tatsächlich das Einzige, was mich bei der ganzen Geschichte *Private PVA* interessiert, ist die Wirtschaftlichkeit. Und da möchte ich schon meine Sicht der Dinge mitteilen und auf falsche Annahmen hinweisen.
Früher war es einfach so….ich habe Strom fürs Leben im Haus gekauft, und da ich weder ne Ölquelle noch ein Gasfeld im privaten Besitz habe und ebenfalls keine Raffinerie, kaufe ich Gas vom Versorger zum Heizen und an der Tanke den Sprit fürs Auto.
PV im privaten Bereich gibt es ja schon viele Jahre, ebenso WP. Beides war lange Jahre zu teuer in der Anschaffung und/oder nicht wirklich effizient. Also für mich nicht wirtschaftlich. Das sieht doch seit ein paar Jahren komplett anders aus.
Die WP wird ordentlich gefördert. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich glaube, dass ohne jegliche Förderung der Preis deutlich niedriger wäre. Kann ich aber nicht beeinflussen. Ich habe jetzt 55% gefördert bekommen (maximale Fördersumme 30 TEur, davon 55%). Mich hat die WP +ein paar Nebengeräusche selbst etwa 15 TEur gekostet. Habe ich hier schon beschrieben. Diesen Betrag habe ich zum großen Teil übe die KfW für 10 Jahre fest finanziert mit ca. 1,5% Zinsen. Unsere Gastherme hat zwar problemlos funktioniert, war aber bereits über 20 Jahre alt und viele Nachbarn mussten bereits ersetzen. Bei uns machte der Wechsel als wirtschaftlich Sinn. Ich hätte auch noch ein, zwei Jahre warten können, aber die Signale aus der Politik waren nicht so, als dass ich mir hätte sicher sein können, die Förderung auch noch zu einem späteren Zeitpunkt zu erhalten. Also erfolgte dann der Austausch im September des letzten Jahres.
Die PVA hätte ich bei dem derzeitigen Preisgefüge auch definitiv installieren lassen, wenn ich die Heizung nicht getauscht hätte. Der Grund dafür steht unterm Carport. Sehr wahrscheinlich ab etwa März (ich habe da noch keine realen Zahlen aus der Praxis, sondern nur die theoretische Ertragsprognose) wird der Strom fürs Haus, WP (die dann natürlich auch weniger verbraucht als im Dezember/Januar) und für Summsi reichen. Das bedeutet, dass ich ungefähr ein Dreiviertel des Jahres meinen eigenen Strom erzeuge. Dass die Eigenversorgung dann eben für etwa 3, im ungünstigen Fall 4 Monate nicht komplett ausreicht ist doch vollkommen egal! Ich erzeuge auch in der ungünstigsten Jahreszeit mindestens etwa 25% meiner Heizkosten. Mach das mal nach mit Gas oder Öl. Ich bin gespannt.
Meinen Jahresverbrauch prognostiziere ich mit etwa 14-15000 kWh. Die PVA bringt etwa den gleich Ertrag übers Jahr gesehen, nur zeitlich verschoben. Und deshalb soll man darauf verzichten? Weil im Dezember und Januar der eigene Ertrag nicht ausreichend ist? Das ist doch Humbug. Ich muss im Winter etwa ungefähr 4500 kWh zukaufen. Das ist doch ok. Was mich im Sommer an Einspeisevergütung erwartet….keine Ahnung. Habe ich noch nicht berechnet. Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Eigenverbrauch des Eigenertrages. Der Überschuss ist Bonus, den ich nicht kalkuliert habe. Wenn es den irgendwann nicht mehr gibt, bleibt dennoch mein abgedeckter Stromverbrauch für einen großen Teil des Jahres.
Habe faddich! ☀️😎