weil bei jedem die Anforderungen anders sind.
So ist es. Ich kenne einige die sind so super zufrieden mit ihrem BEV. Beim Gespräch hat mir dann als Beispiel erzählt, dass er in 2 Jahren noch nie ! öffentlich geladen hat. Der hat keine Ahnung wie es dir geht in Südfrankreich, in der Toskana oder in Kroatien.
Ein anderer erzählt wie toll sein eAuto ist, fährt aber keine 10.000 km im Jahr und immer nur so im Umkreis von 200 km herum. Passt ja alles, für diese Anforderungen ist ein eAuto auch meiner Erfahrung nach sehr gut und alternativlos.
Diese Leute sind aber nie mit Anhänger, Rädern hinten, bei Sturm und Regen, über steile Bergstraßen längere Strecken gefahren. Kennen es auch nicht wenn man bei strömenden Regen versucht eine Ladestation, die natürlich nicht überdacht ist, zum laufen zu bringen. Wissen auch nichts davon, dass man irgendwo im Nirgendwo vielleicht nur eine AC Ladestation findet weil die nächste DC Station zwar „nur“ 30 km weit weg ist, bis man aber dort ankommt eine sehr kurvenreiche Straße fahren muss, der Umweg nur um zu laden enorm ist. Sind auch nie in den Alpen im tiefsten Winter gefahren, dann wenn die Reichweite nochmals um 30% einbricht.
Kennen auch nicht den Frust wenn man in der Provence versucht eine AC Ladestation, die einzige weit und breit zum laufen zu bringen und frustriert einsehen muss, bis der BEV so einfach hand zu haben ist wie ein Verbrenner wird es noch dauern, vermutlich noch viele viele Jahre.
Als ich wieder auf meinen 10 Jahre alten Diesel umgestiegen bin dachte ich das Auto wurde neu erfunden. Unglaublich man fährt zur Tankstelle und nach unglaublichen 5 Minuten sind 800km im Akku, ich konnte es nicht glauben. Und ein Wahnsinn, die Preise sind von aller weiten zu sehen und unglaublich ich benötige keine App, keinen Vertrag, ich fahre einfach so hin und tanke. Tolle Erfindung. Nach Jahren mit einem BEV erlebe ich die mobile Welt aus einer neuen Perspektive, habe ganz vergessen wie einfach alles sein kann.