Unter Posting #43 hatte ich ja ein weiteres Projekt, welches auch indirekt mit Wagenheber zu tun hat, angekündigt. Hier mein Projekt in Wort und Bild.
Da unsere sogen. Leichtmetallräder auch inzwischen ~ 28 kg wiegen um diese bei einer Selbstmontage anzuheben und gleichzeitig die Radmutter ansetzen, geht inzwischen leicht über meine Kräfte, zumal ich mit meinem rechten Arm eine erhebliche Bewegungsbeeinträchtigung habe, interessierte mich ein Radrangierer. Ordentliche sind leider nur zu gesalzenen Preisen zu haben. Also selbst ist der Mann!
Alle Materialien, bis auf das Kupferrohr (das stammt noch aus meinem Fundus), sowie Scheiben und Muttern, wurden bei Temu gekauft. Gibt's aber bestimmt auch bei E-Bay oder Baumärkte.
Der von mir gebaute Radrangierer ist für Räder bis 20 " und 255 mm Reifenbreite konzipiert. Alle Maße sind in mm angegeben!
Materialliste:
2 Stück Alu-Nutprofile 1000 x 40 x 40
8 Stück Aluwinkel inkl. Inbusschraube M8, Unterlegscheibe, und Nutmutter, passend zu o.a. Aluprofil
8 Stück zusätzliche Nutmuttern M8 für o. a. Aluprofil
4 Stück Gelenkrollen, 40 Raddurchmesser, M8 Gewindebolzen
4 Stück Doppelgewindeschrauben von M10 auf M8 , ca. 40 lang
4 Stück Kugellager 6000 RS oder 6000 ZR, 10 x 26 x 8
8 Stück Karosseriescheiben 8 x ca. 25
8 Stück verz. Muttern M8
2 Stück Kupferrohr DN 28 x 1 (evtl. auch 1,5) 240 mm lang. Bei dem Kupferrohr ist bestimmt ein noch aktiver Berufskollege von mir behilflich.
Werkzeuge:
CU-Rohrabschneider
Wasserpumpenzange
Stufenbohrer 4 - 32
Kunststoffhammer
Inbusschlüssel 6 mm für M8 Inbusschrauben
Schraubenschlüsssel SW 13
Schraubenschlüssel SW 14 (Die Chinesenmuttern M8 haben oftmals SW14)
Vorbereitungsarbeiten:
Von den zwei Aluprofilen, je 260 mm rechtwinklig abschneiden. (Das habe ich auf meiner Zug-Kappsäge und einem alten Hartmetallsägeblatt bewerkstelligt.)
Vom Kupferrohr den Innengrat mittels Stufenbohrer oder Rundfeile sauber entfernen, sowie ein kleine Innenfase anfeilen, zum besseren, späteren eintreiben der Kugellager. Die Enden des Kupferrohres 28 x 1,5 wurden von mir leicht angeglüht. Dadurch wird das Kupfer weich und dehnt sich beim eintreiben der Lager. Bei Kupferrohr 28 x 1 ist das wohl nicht nötig, da der Innendurchmesser 26 mm hat, der gleiche wie die Kugellager außen haben. Als Anschlagpunkt der Kugellager habe ich mit einem Rohrabschneider 8 mm von den jeweiligen Rohrenden eine kleine Sicke (blau markiert) in das Rohr geprägt. Nur nicht durchschneiden! Man könnte wohl auch, nachdem die Lager sitzen, ein paar Körnerschläge rund um das Rohr setzen. Mit einem Kunststoffhammer die Kugellager bündig in's Kupferrohr eintreiben.
Nun geht's an den Zusammenbau des Rahmens. Zunächst in beide Längsteile 2 Doppelgewindeschrauben mit dem 8 mm Gewinde, Karosseriescheibe und den Nutmuttern lose einschieben zur späteren Aufnahme der Kupferrohrrollen. Auf 450 mm mittig die Doppelschrauben fixieren. Nun folgen die zwei kurzen Profilstücke, die mit je 2 Winkeln innen und außen bündig an ein Längsteil montiert werden. Die Kugellager in den Kupferrohrrollen über die M10 Gewindestuzen einsetzen und das zweite Profil- Längsteil mit den M10 Gewinde genau bündig gegenüber der ersten Doppelgewindeschrauben fixieren und ebenfalls in das Kugellager einsetzen. Danach das zweite Längsprofil ebenfalls an die Kurzen Profile mit den restlichen 4 Winklen verschrauben.
Das Ganze umdrehen un die Rollen mit der vorgerichteten M8 Gewindeschraube in die Nut des Profils einschieben und befestigen.
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Komplett benötigtes Material Vorbereitete Gelenkrollen und Doppelgewindeschrauben M10 auf M8
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Eingepresste Sicke mit eingetriebenem Kugelllager Vorgerichteter Rahmen
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Von der Profilmitte jewils 225 mm nach rechts und links die CU-Rollen fixieren Montage der Gelenkrollen abgeschlossen
1772023396345.jpg Und so wenn fertig! Ob noch ein Haltebügel zur Sicherung des Rades benötigt wird, entscheidet sich später. Das Rad ist so breit, es hält!