In Zeiten von Internet und hart kalkulierten Preisen, die überall einsehbar sind, ist der Privatkäufer nur ein fast schon lästiger Erbsenzähler, das hat nichts mit Service-Wüste sondern mit Kaufverhalten zu tun. Im Netz den billigsten Preis gefunden, möchte er auch noch gepudert und parfümiert werden. Das ging früher mal mit Margen von 13-21%, heute beschränkt sich das auf sehr teure Fahrzeuge mit wenig Nachlass, wie z.B. Porsche. Macht Arbeit, ist mitunter ungeduldig und gelegentlich unentschlossen und möchte an Farbe oder Ausstattung noch Änderungen einbringen. Heute wird verkauft, wo sich die Chance bietet, ein Vorführwagen kostet Geld, überzeugt den Kunden, seinen Kauf woanders billiger zu tätigen. Auch der gut verkaufende Hersteller beliefert lieber Barzahlungskunden, da ist der Cashflow erfolgt und alle Administration mit Bank, Zinsen und Sicherheit entfällt genauso wie die Unsicherheit der Anschlussvermarktung nach Leasingende. Das wär's aber auch schon...
Meine letzten vier Neuwagen in den letzten 10 Jahren habe ich ohne Probefahrt bestellt und erhalten. Teilweise kannte ich die Karren, teilweise haben mich die Details im Netz überzeugt. Im letzten Händlergespräch Anno 2013 beim Kauf eines neuen MB CLA war ich besser informiert als der Verkäufer und bekam Fragen nicht gut beantwortet. Es ging am Ende nur um Preis und Nachlass, damals auch noch um Inzahlungnahme. Aber die Zeiten sind auch vorbei. Ich erziele regelmäßig bessere Preise beim Privatverkauf und die Händlermarge teile ich mir mit dem Käufer, so ist's für alle am Besten. Außer für den Gebrauchtwagenhändler natürlich...