Beiträge von Funky

    Ich bin nicht verbittert, im Gegenteil. Ich arbeite (immer noch) mit viel Spaß an beiden Schulen.


    Ich sehe aber auch, dass die Ausbildung teilweise sehr computerlastig geworden ist und mit dem "Schrauberimage" eines KfZlers vor 10-15 Jahren absolut nichts mehr zu tun hat.


    Gleichzeitig ist natürlich jedes Kind das Abbild der Gesellschaft. Aber viel stärker haben sich die Sichtweise der Eltern gewandelt. Schule und Elternhaus sind leider schon lange nur noch in der Ausnahme eine zusammenarbeitende Partnerschaft, sondern heute von vielen Eltern und Schülern eine geforderte Dienstleistung, die mit möglichst wenig eigenem Aufwand maximale Revenue bieten soll.


    Und da heraus kommen dann die Azubis mit einem weit von der Realität abweichenden Erwartungshorizont.


    Aber genug Off topic. Die Realität der Verkäufer ist sicherlich eine andere als vor 10-15 Jahren, deren "Handwerk" ist jedoch unverändert, sobald ein Kunde deren Laden betritt.

    Die Schüler heute sind leider weit weg von dem, was sie vor 10 Jahren waren. Die vorgebauten Schulen (Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Werkrealschulen) schicken teilweise funktionale Analphabeten mit guten Zeugnissen zu uns 😂.


    Aber bis vor ein paar Jahren war es folgendermaßen:


    Die sehr guten Absolventen gingen zu Porsche und Mercedes direkt. Berufsschule in Stuttgart

    Die guten Absolventen aus dem Rems-Murr-Kreis gingen zu den Partner-Mercedes oder BMW Autohäusern, die 3er zum Rest. Die 4er zu ATU 😂.


    Selbiges galt für die KfZ-Kaufmänner 😂.


    Scheint heute nicht mehr zu gelten.

    Jeder Mensch sucht sich seinen Beruf aus. Automobilkaufmann ist sogar ein Lehrberuf mit Berufschule etc.


    Ich arbeite an einer Berufsschule mit Schwerpunkten Automobil und Einzelhandel. Und da ist die erste Devise immer: Behandle jeden Kunden mit Respekt und Höflichkeit.


    Beim Kellner ist Trinkgeld so eine Sache. Bei Immobilienmaklern und Autohändlern sind die Margen aber weit anders, da braucht es kein Trinkgeld. Das "Trinkgeld" ist die Tatsache, dass man (wie ich auch) über mehrere Jahre beim selben Verkäufer anruft und sein neues Auto bestellt.


    Und der Händler einen dann mit Namen anspricht und bei mir weiß, dass ich Latte Macchiato mag ohne Zucker und das jedes Mal an den Tisch gebracht wird ohne Nachfrage.


    Hier geht es wohlgemerkt um Neuwagen-Händler bei Mercedes und beim Hersteller selbst. Nicht bei einem kleinen Klitschentypen, der alles verkauft.


    Und vor allem Mercedes lebt vom Exklusivitätsversprechen und der Premium Behandlung seiner Kunden.


    Die sind momentan hart am Verkacken gefühlt.

    Das Geschilderte zieht sich wie ein roter Faden durch ziemlich viele Auzohausgruppen, die vorher mehr oder weniger ausschließlich nur MB im Sortiment hatten. Das BESTE oder nix eben….😤🤯

    Kann das evtl damit zusammenhängen, dass MB sein gesamtes Filialnetz (also eigenen Autohäuser) verkauft hat und damit die ganzen Verkäufer nicht mehr bei MB sondern bei Gruppe XY arbeiten?


    Leider ist mir dieser Trend der Zentralisierung (ein Händler pro Region) auch bei anderen großen Herstellern aufgefallen, selten zum Positiven für den Kunden.


    In und um Stuttgart hat z.B. BMW allen Händlern gekündigt und an die BMW Rhein - Gruppe neu vergeben.


    Der Service hat definitiv gelitten, die Preise dafür angezogen.


    Ich hoffe nur, dass BYD hier in den nächsten Jahren ein halbwegs breit gestreutes Netz an fähigen Händlern findet. Der Erfolg einer Automarke hängt (zumindest für mich) stark mit der After Sales - Erfahrung zusammen. Stimmt der Service (und der Preis), kaufe ich wieder. So war ich jetzt 30 Jahre BMW Kunde. Der Service beim BMW Vertragshändler in Kornwestheim war/ist super. Die Preise für die Autos hingegen nicht mehr.


    Bleibt zu hoffen, dass ich als halbwegs früher Early Adopter bei BYD halbwegs durchkomme mit Preis und Leistung. Und zumindest beim After Sales Preis (Nebenkosten) zahle ich momentan bei BYD Hybrid einiges drauf (Versicherung, doppelt so häufige Service-Intervalle).


    Trotzdem bin ich froh über das Forum hier, ich habe schon viele Fallstricke im Voraus finden können und kann so der Übergabe (wenn sie bald kommt) halbwegs entspannt entgegen sehen.

    Natürlich wäre es schlimmer, nichts zu sagen. Der "Zufall" der Zusammenkunft beider Nachrichten ist aber so wie bei vielen Rathäusern mittlerweile. Man braucht etwas und dann kommt die Nachricht, dass die einzige Mitarbeiterin, die das kann/darf, im Urlaub, dann Elternzeit, dann Urlaub ist.


    Ich hätte mir mindestens! die Kontaktdaten/E-Mail eines Mitarbeiters in der Mail gewünscht, der an seiner Stelle ansprechbar ist, da mein Auto eigentlich Anfang Juni hätte kommen sollen.

    Im Flaggship Store in Stuttgart hatte ich auch zwei unterschiedliche Erlebnisse. Meine Frau arbeitet in der Kanzlei drüber und so war ich spontan mal drin und konnte ein paar Gespräche der Verkäufer"belauschen". Die sind alle am rotieren und gerade am Einlernen der neuen weiblichen Kollegin gewesen.


    Ich habe auch erst einen Termin zur Probefahrt ausmachen dürfen, bevor ich richtig wahrgenommen wurde. In der Wartezeit kamen ca 20 Leute rein, haben sich die Autos angesehen und sind wortlos wieder gegangen.


    Aber es gibt imho für mich keine Entschuldig für fehlende Kunden-Ansprache wie sie der Ersteller erlebt hat. Das ist hochgradig unprofessionell. Egal wie viel Arbeit man hat, für ein kurzes "kann ich ihnen weiterhelfen" muss immer Zeit sein.


    Ich war kurz nach der Eröffnung in Stuttgart im Tesla Store im Dorotheenquartier definitiv ohne Kaufabsicht, die Verkäufer dort waren trotz des Ansturmes damals weit kommunikativer als die Herren und Damen von BYD aktuell.


    Was mir jetzt gerade passiert ist sehe ich zwar als ungünstiger Zufall, ist aber symptomatisch: vorgestern Mail bekommen, dass sich die Auslieferung meines Autos verzögert und in der selben Mail drunter ein " ich bin ab jetzt für 2 Wochen im Urlaub".