PV-Erweiterung?

  • Die Beschattung der Südseite durch einen großen Baum ist von heute auf morgen Geschichte. Das gute Stück liegt zersäbelt in Nachbars Garten. War morsch, nicht mehr ausgetrieben im Frühjahr. Trotzdem komisch, letztes Jahr wirkte der noch topfit. Auf jeden Fall ein Verlust und in kann mich an den Anblick der leeren Stelle so gar nicht gewöhnen 😭.


    Nun hat das ganze halt auch etwas Positives: Die Garage und ggf. die Fassade könnten mit Paneelen bestückt werden. Direkt nachdem ich den Werkstatttermin für meinen geliebten Seal gemacht habe 😭, hab ich bei unsrem Solateur angerufen wegen möglicher Erweiterung der bestehenden Anlage. Der Vertriebler wird sich dann zwecks Vor-Ort-Termin melden.


    Keine Ahnung, ob sich das rechnen wird. Dann muss das wieder beantragt werden und ggf. ein neuer oder zweiter Wechselrichter her und eventuell wieder irgendwo irgendwelche Löcher gebohrt und Leitungen verlegt werden 😒. Andererseits kommt ja irgendwann mal die Wärmepumpe und im Winter könnten wir den Strom von Süden echt gut gebrauchen… .

  • Ja, klar. Die Prognose für die bestehende Anlage war trotz der widrigen Umstände (Ostwest, Gauben, Teilbeschattung, Dachwinkel…) echt genau auf den Punkt. Allerdings sind das bisher „nur“ exakt 6500 kWh im Jahr…da werden einige hier lachen wie wenig das ist.

  • Sealy …..interessantes Projekt! Aus meiner Erfahrung heraus (noch nicht sehr lang, aber stets gut beobachtet und drüber nachgedacht 😉) folgende Vorstellung meinerseits:


    - der bisherige Ertrag reicht für eure beiden Autos und das Hausspeicher habt ihr?

    - der bisherige WR wird sicherlich nur 2 Strings verarbeiten können. Habt ihr die schon belegt? Also unterschiedliche Ausrichtungen der bisherigen Anlage? Ich nehme mal an ja.

    Dann wird dieser WR definitiv nicht umsonst sein, wenn es zur Erweiterung kommt. Ein neuer WR mit weiteren zwei Eingängen (String) wird da sicherlich Sinn machen. Wenn der jetzige WR ein Hybrid ist, reicht als zweiter WR ein einfacher „dummer“ WR. Ich habe meinen zweiten WR selbst bei eBay erworben (Fronius, Neuware, zum halben Preis wie vom Solateur).

    Wir haben hier ja schon mehrfach über PVA und WP geschrieben. Zu der Zeit, wo die PV am wenigsten Ertrag bringt, braucht die WP den meisten Strom. Also wäre mein Gedankengang, den Ertrag im Winter zu optimieren und dafür definitiv die Fassade zu nutzen, mit jedem Quadratmeter der geht. Tiefstehhende Sonne, Schneefreiheit und der sogenannte Albedo-Effekt (erhöhte Reflexion des Schnees auf die Module) sind hier DIE Argumente. Ich darf die Fassade leider nicht anfassen….😅

    Ich kenne die Modulanzahl auf den infrage kommenden Flächen nicht, aber die Fassade wäre meine erste Wahl. In der Übergangszeit Winter-Frühjahr-Sommer hat die WP ordentlich Strom vom eigenen Dach verbraucht (seit Ende Februar keine Kilowattstunde Strom aus dem Netz bei mir).

    Bei mir läuft es im Moment so…

    Der Ertrag vom BKW (2 kWp + ein dummer 🔋 ((ohne großartige Steuerung außer der manuellen Einstellung der Ausgangsleistung)) deckt komplett den normalen Hausverbrauch tagsüber und insbesondere Nachts. Stell dir vor, das Ding läuft etwa mit 250 Watt Einspeisung 24/7. Das funktioniert prima. Der Haus🔋 und tagsüber der Ertrag der PVA regeln die Lastspitzen und das Laden für Summsi. In besonders kalten Nächten im Februar/März/April bedient sich da natürlich auch die WP. Ich stell den Verbrauch der WP bisher als Scteenshot mit ein. Meine WP hat 7 kW und braucht derzeit etwa 3 kW zur WW-Bereitung. Das passiert per Programm alles tagsüber, so dass sie nachts nicht aufheizen muss.

    Die Garage würde ich nur noch mit reinnehmen (wieviele Module?), wenn in der Übergangszeit der Ertrag der jetzigen Anlage (ist euch ja bekannt) und der Ertrag der Fassade (Prognose) nicht ausreicht. Summsi werde ich hoffentlich auch bis Mitte/Ende Oktober vom Dach laden können. Das kann man ja etwas schieben beim Auto. Die WP läuft bei kalten Temperaturen mit niedriger Heizkurve bei uns dann durchgehend 24/7. Bei Fußbodenheizung macht eine zeitgesteuerte Regelung keinen Sinn.


    Hier der Verbrauch der WP bisher (hellblau, grün ist die erzeugte Wärmemenge)


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    Und hier der bisherige Ertrag der PVA. Mitte Oktober kam erst der Haus🔋, die WB kurz vor Weihnachten.


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    Wenn weitere Fragen auftauchen oder ich noch was näher erläutern soll….einfach nachhaken. Ich bin ab und zu hier im Forum unterwegs. ✌️😅

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  • Weiß nicht wie es dem einspeisen samt Vergütung usw. in Deutschland aussieht, aber wenn ich noch was investiere, dann in Speicher. Allerdings ob sich das rechnet kommt wieder auf einige Faktoren an. In Österreich wirds ja gerade lustig mit Netzbezug, da wollen sie wieder Geld eintreiben und extra Kasse machen wenn man über gewisse KW zu Hause lädt.

    Aber grundsätzlich ist jede Erweiterung gut...

    Grüße aus dem mittleren Burgenland/Österreich

    Seal Excellence AWD Shadowgreen 2024, dunkle Innenaustattung (V 2.0.0)

  • Altblech …..für PVAs, die ab Februar 25 installiert wurden, gilt eine reduzierte Einspeisevergütung. Bei mir mit 16 kWp sind es 6,7 Cent pro kWh. Ich GLAUBE, für 20 Jahre (muss ich nochmal genau nachlesen). An Tagen mit negativen Börsenstrompreisen (insbesondere an WE und Feiertagen oder sehr viel Sonne UND Wind) gibt es nix, aber die Zeit wird hintendran gehängt! Zumindest habe ich es so verstanden. Weitere Gebühren oder Abgaben fallen derzeit nicht an. Unter 15 (?) kWp beträgt die ESV 7,irgendwas Cent. Alle Komponenten der PVA und die Montagearbeiten sind von der Umsatzsteuer (19%) befreit. Das ist meines Wissens nach die einzige bundesweit gültige Förderung in Deutschland. Es gibt in verschiedenen Kommunen und Bundesländern jeweils nur dort gültige Förderungen und Forderungen (zB PVA Pflicht bei Hausneubau oder Dachkomplettsanierung).

    Erzählt wird derzeit viel, aber dann auch wirklich alles zu Ungunsten der EE. Aber ich hoffe darauf, dass Bestandsanlagen glimpflich bei wegkommen bzw dass es zu gar keiner Verschlechterung der äußeren Rahmenbedingungen kommt. Allerdings glaube ich da nicht wirklich dran. 😤

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  • So, erstmal vielen Dank für die Antworten. Ich hatte mir das alles tatsächlich leichter vorgestellt.


    Das Telefonat mit den Solarvertriebler war etwas ernüchternd. Vorhandener Wechselrichter ist natürlich nicht geeignet, was ich aber auch nicht erwartet hätte. Möglicher Zugewinn an Leistung würde wirtschaftlich die Kosten nicht reinholen. Dafür wollte er mir noch zwei Speichermodule andrehen…lustig, da ich ja damals gegen seinen Rat schon auf einem Modul mehr bestanden hatte. Macht für mich keinen Sinn, da ich in Summe 120 kWh-rollende BYD-Speicher habe, von denen immer einer an der Wallbox hängt. Was soll ich da 4 kWh mehr Speicher kaufen?


    Ich möchte die Südlage gerne für die Übergangszeit haben, wo es für zwei Autos halt knapp wird. Einspeisevergütung kriegen wir übrigens noch stolze 8 Cent.


    Als ich gesagt hab, dass ich mir eher eine Anlage mit eigenem zweiten Wechselrichter vorstelle, war er zögerlich. Ich denke, so eine „Balkonkraftwerk“-Installation bringt denen nichts ein.


    Für eine vernünftige Lösung bräuchte ich aber schon einen Elektriker, der das anschließt, und die sind Mangelware hier. Oder nur so ein 800-W-Steckdosending? Bringt das was? Und selbst das müsste ich mit Unterkonstruktion sicher auf der Garage befestigen (wir sind nicht so die Handwerker…).


    Nächstes Problem: Die deutsche Bürokratie! Theoretisch gilt ein neu installiertes Balkonkw als Anlagenerweiterung. BKW muss man ja zumindest registrieren lassen (kA, wieviele 1000 unregistrierte BKW es in D-Land gibt…). Bekannte haben zusätzlich zu ihrer PV auch noch ihren Carport vollgeknallt. Die meinten, solange man das nicht einspeist… schade, aber wie unterscheide ich, welcher Strom woher kommt 🙄🤔. Bin jetzt echt ein bisschen ratlos.


    Durch den Wegfall der Beschattung haben wir wahrscheinlich immerhin auch so etwas mehr Ertrag. Mal sehen.